Fair Fashion

Wie drei Freiburger mit dem Label "Econoiz" die Modewelt besser machen wollen

Louisa Weber

"Change the word with your style" lautet der Slogan von Econoiz. Ein Freiburger Label, das mit bewusster Mode einen Beitrag zur Nachhaltigkeit liefern will. Im Fokus steht dabei die Verwendung des Tencel-Stoffes, der umweltfreundlich verarbeitet wird.

Die Liebe zur Umwelt und zu fairer Mode haben die drei Freiburger Jungs Tariel Leiss (20), Muhammad Sher Khan (24) und Jesko Treiber (21) zu Econoiz vereint. Das Start-Up, welches im Dezember 2019 gegründet wurde, hat eine klare Mission – nachhaltige Mode für alle zugänglicher zu machen.

Als Klimaaktivisten und Modeliebhaber ist den Dreien immer wieder bewusst geworden, wie stark die Klimakrise mit der Modeindustrie zusammenhängt. "Lieblingsbrands vieler junger Leute machen noch immer recht wenig für die Umwelt und da es nicht wirklich stylische Alternativen nachhaltiger Mode gibt, wird der Schritt zu bewusster Kleidung nun eben doch nicht gewagt", so Jesko Treiber, einer der Mitbegründer von Fridays for Future Freiburg. Das soll sich mit der Gründung des Start-Ups ändern.

Faire Stoffe, faire Produktion

Mit lässigen oversized Schnitten und coolen Designs möchte Econoiz mehr Leute, dabei vor allem mehr Jugendliche, von nachhaltiger Mode überzeugen und somit ein anderes Bewusstsein für Mode schaffen. Besonders stolz sind die Jungs dabei auf die Auswahl ihres Stoffes, dem Modal (TENCEL), welcher nicht zu Unrecht als Zukunftsstoff betitelt wird. Der Stoff wird nämlich aus heimischem Buchenholz gewonnen, was dazu führt, dass längere Transportwege gespart werden können.

"Aber das ist noch längst nicht alles", so der Abiturient Tariel Leiss, denn mit dem Stoff aus der Heimat, dem Garn aus Österreich und der Produktionsstätte in Portugal, soll der Fokus im Allgemeinen auf Europa liegen und somit verhindern, dass weiterhin für Stoffe oder Materialien Regenwälder aus fernen Ländern abgeholzt werden müssen, außerdem wird darauf geachtet, dass die Produktion der Kleidungsstücke unter fairen Bedingungen abläuft.



Alles in allem möchten die Econoiz-Jungs mit ihren Shirts, Jutebeuteln, Hoodies und co. vor allem eines - einen Umbruch in der Modebranche provozieren. Doch der Weg dahin ist schwer, denn die Corona-Krise geht auch am Start-Up der Freiburger nicht spurlos vorbei: Schon bevor sie überhaupt mit der ersten Produktion starten konnten, kam ihnen Corona in die Quere.

In einem Video auf ihrem Instagram Kanal wendet sich Jesko Treiber an die Followerschaft und gibt ihnen eine Erklärung für das bisherige Ausbleiben der Produktion. Aufgrund von Corona wurde nämlich die Produktionsstätte in Portugal bis auf weiteres geschlossen und somit sind den Jungs noch immer die Hände gebunden, mit dieser beginnen zu können. Wann genau die Produktion wieder anlaufen kann steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest, doch als kleines Trostpflaster halten die Jungs ihre Follower mit Videos zum aktuellen Stand und verschiedenen Beiträgen auf dem Laufenden.

Eine Traumvorstellung, da sind sich die drei einig wäre es, mit Econoiz einen eigenen Lifestyle zu entwickeln, welcher Nachhaltigkeit als positiven Nebeneffekt von Mode sieht und somit für alle Jugendlichen und Erwachsenen eine Alternative bietet, getreu nach dem Motto: Nachhaltig kann gleichzeitig auch cool und stylisch sein.
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