Verborgene Theken (91): Kreuzblume

Stephan Elsemann

In der alteingessenen Kreuzblume hat sich etwas getan. Restaurant und Hotel wurden vor einem Jahr renoviert und auch in in der Küche geht es leichter und moderner zu. Dabei halten Sven Gutjahr und seine Leute mit großen Erfolg alte Kochtraditionen in Ehren.



Ambiente

Seit Juni 2008 hat die Kreuzblume ein neues Gesicht. Das Restaurant wurde innen von seiner Patina befreit, hell renoviert und und mit einer neuen Theke ausgestattet, deren wechselnde Farbilluminationen dem Passanten signalisieren, dass hier ein neuer Wind weht.

Nach dem Weggang des großartigen Thierry Falconnier und seiner traditionellen französischen Küche, wollte man neue Akzente setzen, auch in der Küche, leichter und moderner, dabei ohne Kompromisse bei der Qualität.



Sven Gutjahr ist dafür verantwortlich. Keine Convenience-Produkte, keine Tütchen gibt es in seiner Küche. Stattdessen köcheln in einem Riesentopf Kalbsknochen vor sich hin, die einmal eine Sauce werden sollen. Vier, fünf Stunden lang, dann wird reduziert, so wie es sein sollte. Man nimmt sich Zeit hier. Auch bei den Garzeiten: Lieber etwas länger – bei geringeren Temperaturen.



Auf der Speisekarte

Die Sorgfalt schmeckt man. Der Zander mit Safranschaum schmeckte untadelig, außen knackig, innen zart und saftig. Das Kürbissüppchen vorne weg war ebenfalls sehr lecker. Das Ganze bekommt man hier als Mittagsmenü für 12,80 Euro. Der Kaffee hinterher oder eine Mousse au Chocolat sind im Preis mit drin.



Es ist einer von drei täglich wechselnden Mittagstischen. Die Alternativen wären ein Hirschragout mit Rosenkohl gewesen (11,80 Euro) oder ein Kartoffel-Kürbis-Gratin mit Zuckerschoten (9,80 Euro). Die Portionen sind eher üppig und im jeden Fall ihren Preis wert.

Auch die Karte mit den rund acht anderen Gerichten wird täglich neu zusammengestellt. Los geht es bei Spaghetti mit Rinderstreifen und getrockneten Tomaten (10,80 Euro) oder mit dem Kürbis-Olivenrisotto. Entenbrust mit Rotkraut kosten 18,20 Euro, genau wie die Dorade mit Spinat und Reis.



Kaffeepreis

Ein Espresso kostet zwei Euro. Die Kreuzblume hat eine klug zusammen gestellte Auswahl zwischen einheimischen und internationalen offenen Weinen auf der Karte, darunter Weiß- und Spätburgunder vom Weingut Heger und Franz Keller. Sie kosten 4,80 und 5,10 Euro das Viertel und man bekommt sie auch als Zehntel. Flaschenweine sind ab 20,80 Euro zu haben.

Ein kleines Ganter-Bier kostet 1,90 (0,2l). Mineralwasser bekommt man für 3,40 Euro (0,5l), eine große Saftschorle für 3,40 Euro (0,4l).



Wegbeschreibung

Vom Bertoldsbrunnen auf der Salzstraße in Richtung Schwabentor laufen. Direkt vor dem Schwabentor links in die Konviktstraße abbiegen. Das Restaurant folgt nach rund 50 Metern auf der rechten Seite. Fünf Minuten Laufzeit.



Adresse

Kreuzblume
Konviktstraße 31
79098 Freiburg
0761-31194
info@hotel-kreuzblume.de
Website

Öffnungszeiten

täglich 11.30 bis 14 Uhr und 17.30 bis 22 Uhr
Küchenzeiten



fudder-Serie: Verborgene Theken

Foto Galerie: Stephan Elsemann