Zuhause mit Tele

Maik Frantsche

Um rechtzeitig zum Konzertbeginn von Tele ins Spiegelzelt zu gelangen, musste sich Maik am gestrigen Abend ganz schön sputen. Der "10-Finger-Computerschreiben in vier Stunden"-Kurs hatte länger gedauert als erwartet. Ein kleiner Bericht - geschrieben mit zwei bis vier Fingern.



Glück im Unglück: Da ich sowieso viel zu knapp dran war, kam mir der späte Konzertbeginn sehr entgegen. 22.00 Uhr hatten die Veranstalter für Tele angesetzt. Für ein Konzert unter der Woche und auch noch auf dem Mundenhof draußen ein klein wenig unglücklich gewählt wie ich finde. Offensichtlich wollte man aber den Kabarettisten im angrenzenden Zirkuszelt keine laute Rockmusik zumuten. Hat man auch nicht.

Zugegeben: Ich bin ein Auto-oder-Bahn-Tele-Hörer und konnte mir nicht wirklich vorstellen, wie so ein Konzert der sechs Jungs aus Berlin ablaufen würde. Die Vorzeichen standen für die, ursprünglich aus der Regio stammende, Band recht günstig. Ein Heimspiel sollte es werden – ein gemütliches Beisammensein wurde es. Ehrlich gesagt war ich etwas überrascht, dass das Spiegelzelt nur gerade mal halbvoll bzw. halbleer besetzt war. Scheinbar waren beim Üben des 10-Finger-Systems doch nicht alle so flott wie ich und mussten nachsitzen.



Trotzdem hat alles gepasst. Zwischen Band und Publikum entstand innerhalb kürzester Zeit eine fast schon familiäre Atmosphäre, was vermutlich wirklich an den vielen anwesenden Freunden und auch Familien der jeweiligen Bandmitglieder lag. Das Konzert entwickelte sich so zu einem richtig gemütlichen Wohnzimmer-Gig. Im Herzen noch immer Freiburger, improvisierte Sänger und Ex-Poetry-Slammer Francesco Wilking immer wieder munter, vor allem Zeilen über die Breisgaumetropole, in deren Songs hinein. Selbst das Missgeschick mit der Gitarre, die einige Zeit über unbemerkt ohne Verstärker auskommen musste, nahm Francesco mit Humor und das Publikum ihm nicht übel.

Obwohl Tele mir live viel besser als auf Platte gefällt, tat ich mir ein kleines bisschen schwer den Auftritt richtig zu genießen. Anstatt am späten Donnerstag Abend mit wippenden und dennoch etwas kalten Füßen auf dem Festival-Gelände zu stehen und Tele zuzusehen und zuzuhören, passen sie eher zu einem sonnigen Tag ... an dem man, auf einer Wiese im Seepark liegend, ihrer Musik lauscht.

Und, wie war’s?




Maike, 29:
"Gut. War mein erstes Tele-Konzert überhaupt. Ich habe die Jungs vor etwa zwei bis drei Monaten zum ersten Mal gehört und mir sofort ihre CDs gekauft. Live klingen sie noch besser."



Evelyn, 28 "War schön, allerdings war der Sänger ein bisschen nervig. So ein Schwätzer!"

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Fotogalerie: Carolin Buchheim