Wie war’s beim … Craftival in Freiburg?

Simone Lutz

Freiburgs erstes Craftival auf dem Gelände von Schmitz Katze wurde für die Organisatoren zum vollen Erfolg: Tausende von Gästen wollten die 25 angebotenen Spezialbiere verkosten. Mit Fotogalerie!



In Freiburg und Umgebung hat sich eine kleine, feine, noch weitgehend unentdeckte Brau-Szene entwickelt, die handgemachte Spezialbiere in überschaubaren Mengen herstellt: die sogenannten Craft-Biere. Am Samstag luden drei der Craft-Bier-Pioniere zur ersten öffentlichen Verkostung, dem Craftival, aufs Gelände von Schmitz Katze in Haslach ein – mit leichtem Bauchweh, ob auch das Interesse überschaubar bleiben würde. Simone Lutz hat nachgeschaut.

Der erste Eindruck

Puh, ist das voll hier. Erst stehen die Leute Schlange, um aufs Gelände zu kommen, dann stehen sie Schlange, um sich an den neun Ständen durchzuprobieren. Körperkontakt! Schwitzen! Bier trinken! Tatsächlich, ein Festival. Dank Kinderspielecke sogar für die ganze Familie.

 

Das Publikum

Die Einwohnerschaft von Freiburg-Hipsterhausen schaut vorbei – wenigstens die, die nicht im Urlaub sind –, junge Eltern bringen ihre Kiddies mit. Erstaunlicherweise kommen aber auch jede Menge neugierige Ältere – so viele Gäste Ü 50 dürfte Schmitz Katze selten gehabt haben. Eine lebendige Mischung, die völlig problemlos funktioniert.

 

Das Angebot

Neun Aussteller mit 25 Bieren, darunter solche Schätzchen wie Coco d’or Perlweizen, Chocolate Malt Porter, Tripel Weizendoppelbock oder Fox-Reynaert Tripel Blond im Sommelierkelch. Dazu ein wenig feine Brände ("da steckt Soul drin") und ein wenig Street Food. Für Minderjährige gibt’s Lemonaid.  


Der Coolnessfaktor

Hoch. Craft-Biere, von denen man noch nie gehört hat: Check! Männerbärte, Oberkörpertattoos, Jeans-Hotpants, Retrosonnenbrillen: Check! Produktdesign, stylishe Etiketten, schicke schwarze Glasflaschen: Check! "Das sieht bei den Bierflaschen nur aus wie schickes Schwarz", korrigiert freundlich der Mann an der Zapfanlage der Brauerei Hopfengut, "das ist sehr dunkles Grün – helles Glas wäre nicht gut fürs Bier." Wieder was gelernt: Check!

 

Die Stimmung

Entspannt. Gutgelaunt. Freundlich. Halt mehr Familienfest als Festival. Trotz drückender Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit keine randalierenden Besoffenen. Kein Stress auch, als abends um sieben das Gelände so rammelvoll ist, dass keiner mehr rein darf.

 

Das Aufregerle

Zum Probieren wird das Craft-Bier im 0,2-Liter-Becherle ausgeschenkt. Kostenpunkt: 2,50 oder 3 Euro. Lieber nicht hochrechnen, was da der Liter kostet.

 

Meistgehört

"Oje. Sollen wir uns anstellen?" "Hilft ja nix."

 

Das Fazit

Super Idee, Rieseninteresse, schöne Atmosphäre. Wiederholung, bitte.

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Fotos:Thomas Kunz

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