Schwimmbadsaison

Wie war’s beim… Anbaden im Freiburger Strandbad?

Anika Maldacker

Seit Samstag hat das Freiburger Strandbad geöffnet – nun doch mit der Möglichkeit, eine Saisonkarte zu kaufen. Zeit für einen Test-Besuch zum Anbaden bei noch frischen Temperaturen.

Der Einlass

Nach zwei Jahren pandemiegeprägter Freibadsaison ist am Eingang des Freiburger Strandbads möglich, was unfassbar normal und zugleich ungewohnt wirkt: Einlass ohne Impfzertifikat, Schnelltest-Ergebnis und ohne Maske. Schließlich hält sich der Andrang bei 17 Grad, bewölktem Himmel und leichtem Donnergrollen in Grenzen. Einzig zu beachten ist, dass das Strandbad erst um 12 Uhr öffnet, um 19 Uhr ist Schluss.

Um einzutreten muss man nur noch bezahlen (4,50 Euro, ermäßigt 3 Euro) oder eine Mehrfachkarte oder Saisonkarte vorweisen. Letztere gibt es nach dem Umschwung von Freiburgs Sportbürgermeister Stefan Breiter am Samstag nun in diesem Jahr doch wieder für 90 Euro, ermäßigt für 50 Euro. Dabei verkündete die Betreiberin, die kommunale Regio Bäder GmbH, vergangene Woche noch, dass es im dritten Jahr in Folge keine Saisonkarte geben werde. Die Sorge vor Ansprüchen der Kartenbesitzer, wenn eines des Bäder wegen zu wenig Personal schließen müsse, war der Anlass. Nun gibt es das beliebte Angebot nach zwei Jahren Pause doch wieder – sollte ein Bad pandemiebedingt nicht öffnen können, müssen aber auch Saisonkartenbesitzer draußen bleiben.

Der erste Eindruck

Die Wasseroberfläche des Nichtschwimmerbeckens schimmert glatt wie Seide. Kein Mensch durchbricht die Ruhe. Drunter die hellblauen Fließen. Auch wenn das Blau an diesem Nachmittag noch nicht im Himmel angekommen ist: Strandbad und Freiburger Sommer gehören zusammen wie der SC und Streich. Im Schwimmerbecken ziehen sieben Menschen seelenruhig ihre Bahnen. Kein Slalom-Schwimmen. Die Szenerie ist friedlich. Der Asphalt ist von der Morgensonne noch warm, auf den Terrassen warten Liegestühle auf Nutzerinnen und Nutzer.

Im Becken

Nach dem Köpfer ins Wasser ist es weniger kalt, als befürchtet – aber nach ein paar Bahnen fühlt man sich bei 20 Grad Celsius Wassertemperatur wie im kühlen Bergsee. Wegen der Weltlage heizt auch das Strandbad reduziert. Im Schwimmerbecken wird das Wasser auf 19 Grad erwärmt. Morgensonne und Solaranlage setzen einen Grad drauf. Spürbar kälter ist es mit 15 Grad im unbeheizten Nichtschwimmerbecken. Da hilft nur rutschen. Denn sowohl die Röhrenrutsche als auch die Wellenrutsche sind offen.

Das Publikum

"Ich bin froh, dass es nun doch die Saisonkarte gibt", sagt Studentin Friederike, die gerne morgens oder abends, fernab der Stoßzeiten, ein paar Runden im Strandbad zieht. Laut der Betreiberin Regio Bäder sind seit der Eröffnung am Samstag durchschnittlich 187 Personen pro Tag ins Strandbad gekommen.

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