Wie war’s beim … Abstiegskampf der FT-Volleyballer?

Christoph Giese

Bis zum Schluss kämpfte die "Affenbande" – doch am Ende reichte es für die FT-Volleyballer nicht zum erhofften Sieg. fudder-Clubmitglieder konnten das Spiel am Samstag kostenlos ansehen – wir waren natürlich auch dabei.

Der erste Eindruck

Der Volleyballabend bei der Freiburger Turnerschaft beginnt mit der Vorstellung der Schiedsrichter, die sich in Richtung der beiden Zuschauertribünen verbeugen und mit warmem Applaus begrüßt werden. Anschließend folgt die Begrüßung der Mannschaften. Jeder Spieler läuft einzeln in die Halle ein und wird ebenfalls mit Applaus empfangen. Nachdem die Gästemannschaft aus Leipzig eingelaufen ist, wird die Halle dunkel. An den Seiten erleuchten mehrere kleine Lichtstrahler, die mit grünen Farbtönen für die Dschungelatmosphäre im FT-Sportpark sorgen. Zu lauter Musik laufen die Freiburger Spieler in die Halle und Klatschen sich am Netz ab. Die Zuschauer klatschen rhythmisch mit und sorgen für eine angenehme Stimmung.

Das Spiel

Der Vorzeichen der Partie waren klar: Abstiegskampf pur. Sowohl die Volleyballer der FT Freiburg als auch die Gäste der L.E. Volleys aus Leipzig kämpfen in der 2. Bundesliga um den Klassenerhalt. Die Gäste aus Sachsen stehen jedoch noch etwas besser da. Für die Freiburger, die sogenannte "Affenbande", geht es jedoch gleich gut los. Den ersten Satz gewinnen die Affen mit 25:23 letztlich souverän. Danach geht die Leichtigkeit jedoch verloren. Die folgenden zwei Sätze können die Freiburger nicht für sich entscheiden, trotz knapper Ergebnisse.

Im vierten Satz kämpfen sich die Affen jedoch zurück und siegen deutlich mit 25:14. Beim Stand von 2:2 nach Sätzen geht es in den Tie-Break – und der wird zum echten Krimi. Dort sieht es zunächst gut aus, am Ende verliert die FT jedoch mit 14:16 denkbar knapp. Da die Niederlage jedoch erst nach fünf Sätzen erfolgte, behalten die Freiburger immerhin einen Punkt in Südbaden.

Die Stimmung

Mit fortlaufender Spieldauer wird die Stimmung immer besser. Vor allem wenn die Affenbande lange Ballwechsel für sich entscheiden kann, ist die gesamte Halle aus dem Häuschen und springt jubelnd auf. Auch sonst wird jeder Punkt für die Freiburger frenetisch gefeiert. Hauptinstrument des Publikums sind die Hände, die es immer wieder zum Klatschen verwendet. Doch auch der eine oder andere Fangesang wird auf der Südtribüne angestimmt. Wenn es auf das Ende der Sätze zugeht, hält es große Teile der Zuschauer kaum noch auf ihren Plätzen. Stehend feuern sie die Mannschaft an. Gästefans sucht man vergeblich. Die Auswechselspieler der Leipziger bilden daher sowohl Reservebank als auch Fanblock der L.E. Volleys.

Die Animation

Ab und zu bedarf es des unermüdlichen Aufwandes des Freiburger Stadionsprechers Stefan Seeherr. Er sorgt dafür, dass die Fans in "Freiburg"-Rufe einstimmen oder erneut im Rhythmus klatschen. Sobald der in Jackett gekleidete Vorsänger beginnt, Anfeuerungsrufe anzustimmen, reißt er das Publikum schnell mit. Dies passiert besonders nach gegnerischen Punktgewinnen. Wie automatisch setzt Seeherr zu "FT-Freiburg"-Gesängen an, um die Mannschaft aufzubauen.

Der umtriebige Stadionsprecher erweist sich neben seiner Funktion als Einpeitscher in Spielunterbrechungen auch als guter Animateur. Gemeinsam mit "Affenbande"-Maskottchen Bongo bindet er bei unterschiedlichen Gewinnspielen die Zuschauer ein, die sich durch Hin- und Herpassen eines Volleyballs etwa Freigetränke erspielen können oder beim "Fliegerspiel" mit einem gefalteten Papierflieger einen FT-Fanartikel gewinnen können.

Das Publikum

Die Zuschauerränge sind bunt gemischt, alle Altersklassen sind vertreten. Viele Kinder und Jugendliche, doch auch junge Erwachsene sowie ältere Menschen verfolgen gebannt den Auftritt der Affenbande. Insgesamt jubeln 750 Zuschauerinnen und Zuschauer den Affen zu. Die etwas näher am Spielfeld gelegene Südtribüne supportet lauter und aktiver. Auf der gegenüberliegenden und etwas erhöhten Haupttribüne haben sich hingegen mehr Familien eingefunden.

Die neue Halle

Seit Anfang Dezember trägt die Affenbande ihre Heimspiele in der neuen Halle im FT-Sportpark aus. Die sehr moderne Heimstätte erstrahlt in freundlichem Licht. In der Halle findet man sich problemlos zurecht, die Sicht auf das Spiel ist von beiden Tribünen gut. An zwei Verkaufsständen kann man sich mit Getränken und Snacks versorgen.

Pauschalurteil

Auch wenn es nicht zum Sieg reicht für die FT-Volleyballer, verfliegt der Ärger über die knappe und unglückliche Niederlage nach dem Spiel. In Erinnerung bleibt ein kurzweiliger und spannender Abend in angenehmer Atmosphäre bei teils mitreißender Stimmung. Dafür sorgen sowohl die starken Aktionen der Spieler und deren Jubelschreie als auch der engagierte Stadionsprecher und die vielen leidenschaftlich jubelnden Fans. Die fast zweieinhalb Stunden Spielzeit verfliegen so im Nu.