Umfrage

Wie Freiburger Gastronomen und Gäste die neuen Außenflächen nutzen

Gina Kutkat & Valentin Heneka

Seit einigen Monaten gibt es vor vielen Freiburger Restaurants mehr Außenfläche – und die wird rege genutzt. Die BZ hat bei Gastronominnen und Gastronomen nachgefragt, wie es läuft.

Burger Chalet in der Innenstadt, Sophie Zipse, Inhaberin

Wer durch die Niemensstraße läuft, passiert auf beiden Seiten Sitzecken, Tische, Sonnenschirme und Blumenkübel. So auch auf Höhe des Burger Chalet. "Für die ganze Niemensstraße sind die Außenflächen eine Aufwertung, es sieht einfach einladend und schön bei uns aus", sagt Inhaberin Sophie Zipse. "Wir haben vier Tische dazubekommen, die auf der anderen Straßenseite stehen. Täglich bekommen wir positives Feedback von Gästen, aber auch von Fußgängern, die sich über die hübsch gedeckten Tische freuen." Zipse und ihr Team hatten die extra Fläche schon vor Jahren beantragt, damals hatte die Stadt abgesagt, weil es für die Gäste zu gefährlich sei, die Straße zu überqueren. "Jetzt lief alles schnell und reibungslos und zusätzlichen Flächen sind wichtig für unseren Umsatz."

Café Huber im Stühlinger, Annette Huber, Inhaberin

"Es ist eine Bereicherung, die Leute haben es super angenommen", sagt Annette Huber, Betreiberin des Café Huber in der Wentzingerstraße hinter dem Bahnhof. Seit Jahren bemühe sie sich um Sitzplätze im Freien, vor der Corona-Krise seien jedoch alle Versuche gescheitert. Alt-OB Salomon habe ihr etwa kurz vor Ende seiner Amtszeit zugesichert, eine kleine Grünfläche am Stühlinger Kirchplatz bewirten zu dürfen, der Bürgerverein Stühlinger sei aber letztlich dagegen gewesen. Nun konnte sie vor dem Nachbarhaus und auf einem Parkplatz vor ihrem Café insgesamt 20 Sitzplätze aufstellen – bis es sich aufgrund des Baulärms auf der nahegelegenen Stadtbahnbrücke nicht mehr gelohnt habe. "Es ist schon verwunderlich, dass die Außenbestuhlung auf einmal gang und gäbe sein darf", sagt Huber. "Es wäre schön, wenn es auch in Zukunft möglich wäre". Probleme mit Anwohnern gebe es keine. "Wir schauen einfach miteinander: was passt, was nicht." Nur vereinzelt hätte mal ein Autofahrer gefordert, den Blumenkübel vom Parkplatz wegzuräumen.

Bar Dénia, Wiehre, Bernd Winkler, Inhaber

Rundum positives Feedback kommt auch aus der Wiehre. Hier darf Bernd Winkler vor der Bar Dénia, Ecke Kirch- und Lorettostraße, ein paar Tische mehr aufstellen, sodass sich acht zusätzliche Plätze ergeben. "Die Gäste finden es toll, dass die Stadt so positiv reagiert", sagt Winkler. Und auch die Anwohner sind erfreut: "Aus der direkten Nachbarschaft bekommen wir positives Feedback."

Schlosscafé, Wiehre, Daniela Böttcher, Schichtleiterin

Im Schlosscafé auf dem Lorettoberg hat sich an der Anzahl der Tische draußen durch Corona nichts verändert, aber das Team merkt, wie sehr die Außenbestuhlung gefragt ist. "Wir haben die Terrassen gewechselt", sagt Mitarbeiterin Daniela Böttcher. Standen früher die 30 Tische verteilt auf der Felsenkellerterrasse, sind sie nun auf die Kapellenterrasse hochgezogen – und sie werden hoch frequentiert. "Die Leute sitzen liebend gerne draußen", so Böttcher. Nur in der letzten Zeit sei der Gastraum immer mehr gefragt – Grund dafür ist kein sorgloser Umgang mit dem Virus, sondern die andauernde Wespenplage.

Mehr zum Thema: