Club der Freunde

Interview mit Epidemiologin

Wie endet eine Pandemie?

Das Coronavirus ist erneut mit Wucht unterwegs. Woran liegt das, was für Perspektiven bietet die Impfung – und wann hört die Epidemie wieder auf?

Diese Fragen stellte Katharina Meyer Berit Lange, Epidemiologin am Helmholtz-Institut für Infektionsforschung in Braunschweig.
BZ: Nach dem langsamen Anstieg der Infizierten-Zahlen im Sommer sind nun doch viele überrascht von der plötzlichen Dynamik der Ansteckungsrate. Sie auch?
Berit Lange: Nein, das ist leider sehr nah an dem, was wir erwartet haben. Viele Epidemiologen und Virologen haben ja im Sommer gesagt: Wir fürchten, dass es im Herbst hochgeht. Wir konnten aber nie sagen, ab wann das genau passieren wird. Auch die Dynamik ist nicht überraschend. Es ist ja grundsätzlich bei Infektionskrankheiten so, dass der Anstieg erstmal relativ langsam aussieht und dann steil wird. Es ist eben eine Exponentialfunktion. Umso wichtiger ist es, dass jetzt alle ihre Kontakte reduzieren und sich an die Hygieneregeln halten.
Ansteckungsrisiko: Für Pendler sind volle Züge und Busse ein Ärgernis – und in der Pandemie ein erhöhtes Ansteckungsrisiko mit Sars-CoV-2. Doch dass der ÖPNV ein Superspreading-Ort ist, ist bislang nicht belegt.
BZ: Was macht den Herbst zum Herbst, epidemiologisch gesehen? Welche Faktoren begünstigen die Virenausbreitung?
Lange: Der Hauptfaktor sind die Innenräume. Das Virus ist über den Sommer noch da gewesen – jetzt kommen die Menschen aber enger zusammen, und es kann sich wieder besser ausbreiten. Es gibt ...

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