Club der Freunde

Südbaden

Was können Gemeinden gegen Hochwasser tun – und wo liegen Grenzen?

Rückhaltebecken und Renaturierungen: Südbadens Kommunen unternehmen viel, um ihre Bürger vor Hochwasser zu schützen. Vollständigen Schutz gibt es aber nicht, wie das Beispiel Freiburg zeigt.

Die Flutkatastrophe fand zwar weit von Freiburg entfernt statt, dennoch hat sie auch hier viele Menschen beunruhigt. Denn wenn Extremwetterereignisse durch den Klimawandel häufiger und heftiger werden, reichen unsere bisherigen Sicherheitsvorkehrung dann überhaupt aus? Statistiken und Modelle liefern zwar Anhaltspunkte, doch in die Zukunft kann niemand blicken. Hochwasserschutz ist daher eine Abwägungsfrage – bei der auch jeder Einzelne gefragt ist.
Reichen die Schutzvorkehrungen, die Freiburg hat?
200.000 Kubikmeter Wasser soll das Rückhaltebecken im Bohrertal fassen können und gemeinsam mit dem Becken in der Breitmatte das Wasser aus einem 19 Quadratkilometer großen Gebiet so durch Freiburg lenken, dass es keinen Schaden anrichtet. Doch reicht das aus?
Nikolaus Geiler hat Zweifel. Geiler ist Limnologe, Binnengewässerkundler. Seit den Achtziger-Jahren bemüht er sich im "Arbeitskreis Wasser", Organisationen, Institutionen und Einzelne zusammenzubringen, die mit Wasser zu tun haben. Vor dem Hintergrund der Flutkatastrophe hat er berechnet, was auf den Bohrerdamm zukommen könnte, würde es ähnlich stark regnen, wie es das etwa in der Eifel getan hatte.
Bei einem großflächige Regen von 200 Litern pro Quadratmeter in 24 Stunden, so Geiler, kämen auf das Einzugsgebiet sage und schreibe 3,8 Millionen Kubikmeter Wasser zu. Das Becken "würde dann nach spätestens zwei Stunden überlaufen. Der zum reißenden Strom mutierende Bohrerbach würde (...) durch den Lorettobergtunnel abfließen. Damit ...

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