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Stadtgeschichte

Verachtet, entrechtet, getötet – die Geschichte der Freiburger Sinti und Roma

Verfolgt wurden Sinti und Roma über Jahrhunderte in ganz Europa – auch in Freiburg. 1940 wurden sie in Konzentrationslager deportiert. Nach 1945 kehrten nur vier der Freiburger Familien zurück

"Die Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma wird viel zu wenig in die Öffentlichkeit gebracht", findet der Historiker Heiko Haumann. Eine Gedenkstätte in Freiburg gibt es bis heute nicht. Vom Gedenktag der Landesregierung habe er nur durch Zufall erfahren, räumt der 72 Jahre alte emeritierte Geschichtsprofessor der Universität Basel ein. Das Schicksal der Sinti und Roma wird erst seit einigen Jahren öffentlich gewürdigt, erst 2012 wurde in Berlin eine zentrale Gedenkstätte für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma eingeweiht.
So jung die Aufarbeitung der Verfolgung ist, so alt ist die Verfolgung selbst
Ihre Diskriminierung reicht Jahrhunderte zurück. Auf dem von Kaiser Maximilian I. 1498 einberufenen Reichstag in Freiburg wurde beschlossen, die "Zigeuner" (der Begriff ist stark negativ konnotiert) des Landes zu verweisen. Negative Stereotype verfestigten sich bis ins 19. Jahrhundert hinein zu einem sehr negativen "Zigeunerbild": mit der sinnlichen, verführerischen Frau und dem müßiggängerischen, betrügerischen Mann.
Die Sinti wurden zu ...

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