BAföG

Studierende können zwischen neuer und alter BAföG-Rückzahlung wählen

Saskia Burkart

Ab April 2020 ändern sich die BAföG-Rückzahlungsbedingungen: Noch bis zum 29. Februar haben ehemalige Empfänger und -Empfängerinnen, die vor August 2019 BAföG erhalten haben, die Wahl: Sie können entweder die neue oder alte Rückzahlungsbedingung nutzen.

Nach der alten Rückzahlungsbedingung musste man die Hälfte der erhaltenen BAföG-Förderung mit einer Rate von 105 Euro pro Monat zurückzahlen. Dabei war die Rückzahlungssumme insgesamt auf 10.000 Euro gedeckelt. Die Monatsraten konnten allerdings auch niedriger ausfallen.


Nach der neuen Regelung, die seit Herbst 2019 gilt, müssen maximal 77 Monatsraten zu je 130 Euro pro Monat zurückgezahlt werden. Das entspricht maximal 10.010 Euro. Beginn der Rückzahlung ist – sowohl nach der alten als auch nach der neuen Regelung – fünf Jahre nach Ende der Regelstudienzeit. Ein Vorteil der neuen Regelung: Das Bundesverwaltungsamt kann nach 20 Jahren den restlichen Darlehensbetrag erlassen. Kriterien dafür sind, dass die Empfänger erstmalig ab dem August 2019 BAföG-Förderung erhalten haben oder finanziell nicht in der Lage waren, ihr Darlehen vollständig zurückzuzahlen. Außerdem müssen sie im gesamten Zeitraum der Rückzahlung ihre Raten abbezahlt und korrekte Angaben für die Besteuerung gemacht haben.

Wer die Geltung der neuen Regeln für sich beanspruchen möchte, muss das bis zum 29. Februar 2020 gegenüber dem Bundesverwaltungsamt schriftlich erklären. Ob der beantragte Wechsel akzeptiert wird, hängt von einer individuellen Abschätzung der Zahlungsfähigkeit ab. Er ist nur möglich, wenn die BAföG-Empfänger bisher ihre Zahlungs- und Mitwirkungspflichten erfüllt haben und vor August 2019 BAföG erhalten haben.
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