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Stadt Freiburg verteilt Corona-Schutzmasken an Bedürftige

BZ-Redaktion

Die Stadtverwaltung schenkt armen Menschen in Freiburg ab sofort KN95-Masken. Der Coronaschutz wird zugeschickt.

Die Stadt Freiburg hat am Mittwoch, 27. Januar, damit begonnen, 25 000 Corona-Schutzmasken an 2290 bedürftige Freiburgerinnen zu verteilen. Es handelt sich um medizinische Masken vom Typ KN95, wie sie in der neuesten Coronaverordnung Landes beispielweise für die Benutzung des ÖPNV und für das Einkaufen vorgeschrieben sind. Die Verteilung übernimmt das Amt für Soziales und Senioren (ASS), das über alle erforderlichen Adressen verfügt und klare Kriterien festgelegt hat, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Freiburg folgt damit dem Beispiel zahlreicher deutscher Städte.

"In einer Pandemie darf Gesundheitsschutz keine Frage des Geldbeutels sein. Daher werden wir diese Sofortmaßnahme als Stadt Freiburg übernehmen. Mein Dank gilt dem Gemeinderat, der die rasche Verteilung kurzfristig unterstützt hat", erklärt Oberbürgermeister Martin Horn. Der Gemeinderat wurde vorab informiert, so dass die Verteilung umgehend starten konnte. Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach ergänzt: "Wir versorgen mit dieser Aktion jene Bevölkerungsteile schnell und unkompliziert, die in dieser schweren Zeit nicht die ausreichenden finanziellen Mittel für medizinische Masken dafür haben."

Betroffene müssen sich nicht melden

Die Masken werden per Post verschickt, Betroffene müssen sich nicht bei einer städtischen Stelle melden. Wer in Freiburg lebt, Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) IX, XII oder dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylblG) erhält und zwischen 6 und 59 Jahren alt ist, bekommt diese Masken kostenlos. Senioren über 60 Jahren kommen bereits über Gutscheine ihrer Krankenkassen an die Masken, für Kinder unter 6 Jahren besteht keine Maskenpflicht. Personen in Obdachlosenunterkünften und in der Notübernachtung erhalten, wie die Stadt weiter erläutert, bereits seit Dezember 2020 medizinische Masken, die das Land Baden-Württemberg bereit gestellt hat. Leistungsempfängerinnen und –empfänger nach SGB II (Hartz IV) werden über den Bund versorgt. Sie erhalten – sobald der Beschluss des Bundesministeriums vorliegt – Gutscheine über das Jobcenter. Mehr als 3500 der städtischen Masken gehen an die Streetworker im ASS, die sie bei Bedarf an ihre Klientel auf der Straße ausgeben.