Ausgang und Böller

Stadt Freiburg kündigt verschärfte Kontrollen für Silvester an

Simone Höhl

Die Stadt will die Corona-Bestimmungen an Silvester verschärft überwachen. Dazu gehören vor allem die Ausgangsbeschränkungen und die Pyrotechnik.

Im öffentlichen Raum sind private Treffen, Alkohol und Feuerwerk an Silvester tabu – auch in Freiburg. Darauf weist das Amt für öffentliche Ordnung hin. "Auch am letzten Tag des Jahres 2020 darf man sich diesmal nur im kleinen Kreis treffen", erklärt Rathaussprecher Toni Klein. Anders als an Weihnachten gebe es für Zusammenkünfte in der Silvesternacht keine Lockerungen. Trotz aller Verbote und der nächtlichen Ausgangssperre: die Verkehrs-AG fährt.


Auf den Straßen und Plätzen der Stadt verbietet die baden-württembergische Corona-Verordnung private Zusammenkünfte und den Konsum von Alkohol. Feiern ist erlaubt, aber nur im privaten Raum und mit maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt.

Auch in der Silvesternacht gilt die derzeitige Ausgangsbeschränkung, so Rathaussprecher Klein: Zwischen 20 und 5 Uhr darf man nur mit triftigem Grund die Wohnung verlassen.

Das Feuerwerksverbot ist keine städtische Regelung: Im ganzen Land ist es untersagt, im öffentlichen Raum Pyrotechnik zu zünden. Der Verkauf von Feuerwerk ist bundesweit nicht erlaubt. Für Verwirrung sorgten daher Werbeprospekte von Supermärkten und Discountern, die Raketen und Böller anboten. Offenbar waren sie vor dem Verbot gedruckt worden.

Der Vollzugsdienst und die Polizei kündigten an, das Einhalten der Corona-Verordnung zu überwachen: "Verstöße dagegen werden mit Bußgeldern geahndet", hieß es. Deren Spanne reicht weit.

Die VAG fährt wie an Heiligabend

Auch wenn nicht wie sonst an Silvester massenhaft Menschen in der Stadt unterwegs sein werden, stellt die Freiburger Verkehrs-AG ihren Betrieb nicht ein. Die VAG fährt wie an Heiligabend kürzer: nur bis 0.30 Uhr in der Nacht auf Neujahr. Krankenschwestern, Pfleger und andere systemrelevante Menschen müssten von A nach B kommen, sagt VAG-Vorstand Oliver Benz: "Es wird wenig los sein, aber wir wollen für die Wenigen da sein, die unterwegs sein müssen." Man könne nicht zur Verkehrswende und zum Abschaffen des Autos motivieren und dann um 20 Uhr den Betrieb einstellen. Straßenbahnen haben ab 15 Uhr im 15-Minuten-Takt direkten Anschluss am Bertoldsbrunnen, und fahren ab 19 Uhr alle 30 Minuten. Die Buslinien fahren ab etwa 14.30 Uhr im 30-Minuten-Takt.