Corona-Verordnung

Stadt Freiburg droht mit Schließung des Samstags-Münstermarkts

Simone Höhl

Wenn die Corona-Regeln nicht eingehalten werden, droht die Schließung: Das Freiburger Rathaus ermahnt die Marktbeschicker. Auch die Gastronomie soll stärker kontrolliert werden.

Weil das Gedränge samstags auf dem Münstermarkt zu groß ist, müssen sich Besucher und Beschicker an neue Auflagen halten, sonst droht die Schließung des Samstagsmarktes. Ab sofort kontrolliert der städtische Vollzugsdienst auch die Einhaltung der Regeln in Gaststätten. Für sie scheint es ebenfalls ernst zu werden: "Ziel ist, dass die Freiburger Gastronomie offen bleiben kann und keine einschränkenden Maßnahmen erforderlich werden", teilte das Rathaus am Freitag mit.


"Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei." Stefan Breiter, Ordnungsbürgermeister
Seit Juli muss nach der Corona-Verordnung des Landes das Gaststätten-Personal im direkten Kundenkontakt eine Mund-Nase-Bedeckung tragen, und zwar korrekt. "Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei", so Ordnungsbürgermeister Stefan Breiter. Es gehe nicht um Gängelei, sondern um Schutz. Einschränkungen könnten für einzelne Betriebe in Betracht kommen, aber auch für alle, wenn die Covid-19-Fälle in der Stadt stark zunehmen würden.

Der beliebte Samstagsmarkt steht auf der Kippe

Auf dem Münstermarkt hat der Vollzugsdienst mehrfach kontrolliert, jetzt muss sich an den beliebten Samstagen etwas ändern. Das Gedränge ist vor allem zu groß, wenn die ersten Stände abbauen und die letzten Kunden einkaufen. Laut einem internen Schreiben des Marktmeisters an die Beschicker stehe der Samstagsmarkt auf der Kippe. "Die Leute halten keinen Abstand", bestätigte ein Markthändler. Viele Kunden seien gereizt. Ein anderer beobachtet verstärkte Arglosigkeit und wundert sich, dass der Markt in den Fokus gerät: "Auf der Kajo ist es nicht weniger eng."

Bisher hatte die Marktveranstalterin FWTM (Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe) die Stände entzerrt und Besucher gebeten, Abstand zu halten und Masken zu tragen. Daran erinnern Besucher und Beschicker ab sofort zwei Kräfte zusätzlich zu den beiden Marktmeistern; zudem werden mehr Schilder aufgestellt und der Abbau entzerrt: Der Verkauf endet um 14.30 statt 15 Uhr. "Wir müssen diese Auflagen erfüllen, sonst könnte der Markt geschlossen werden", erklärte die FWTM. Das Konzept gilt vorerst für diesen und nächsten Samstag.

Mehr zum Thema: