Landtagswahl 2021

Schon jetzt gibt es in Freiburg so viele Briefwähler wie noch nie

Uwe Mauch

Gut zwei Wochen vor der Landtagswahl ist der bisherige Rekord schon übertroffen worden: Bis Mittwoch sind bei der Stadtverwaltung 50.000 Anträge auf Briefwahl eingegangen.

Den Trend beobachtet das städtische Wahlamt schon seit Jahren. Doch der steile Anstieg habe seinen Grund in der Pandemie, teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit. Viele Menschen scheuten den Gang ins Wahllokal.

Den bisherigen Rekord hält die Bundestagswahl 2017 mit fast 48 000 Freiburger Briefwählern. Bis zum Fristende am Freitag, 12. März, rechnet die Verwaltung mit rund 66 000 Anträgen – das wären doppelt so viele wie bei der Landtagswahl vor fünf Jahren. Und erstmals könnte der Anteil der Briefwähler über 50 Prozent liegen. Deren Stimmen werden wegen Corona nicht zentral, sondern in den 39 Gebäuden ausgezählt, in denen sich die 109 Wahllokale befinden, sagte Rathaussprecher Toni Klein auf BZ-Anfrage.
Briefwahl

Unterlagen können bis Freitag, 12. März, 18 Uhr, beantragt werden und müssen am Sonntag, 14. März, bis 18 Uhr in der Berliner Allee 1 vorliegen. Online-Anträge unter http://www.freiburg.de/briefwahl

Weil die Stadt gut auf den Briefwahlansturm vorbereitet sei, hätten die Antragsteller innerhalb von zwei bis drei Tagen ihre Wahlunterlagen erhalten, heißt es in einer Mitteilung. Und dank der Qualitätssicherung seien sie, anders als in anderen Kommunen, weder doppelt noch an falsche Adressen verschickt worden.

Laut Stadtverwaltung haben sich bereits genügend Wahlhelferinnen und -helfer gemeldet. Die 1470 Freiwilligen erhalten corona-bedingt eine um 10 Euro höhere Aufwandsentschädigung: zwischen 50 und 75 Euro. Sie sollen auch darauf achten, dass die "Corona-Regeln" eingehalten werden: medizinische Maske, 1,50 Meter Abstand sowie maximal vier Wähler gleichzeitig – und jeder sollte seinen eigenen Kugelschreiber mitbringen.

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