Beinahe-Unfall

Rettungshubschrauber in Freiburg kollidiert fast mit einer Drohne

Carolin Buchheim

Es war knapp: Ein Rettungshubschrauber ist in der Nacht zum Donnerstag fast mit einer Drohne zusammengestoßen. Die Pilotin des Hubschraubers bemerkte das Flugobjekt direkt neben sich.

Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 12 Uhr am gestrigen Mittwoch im Bereich des Freiburger Flugplatz. Die Pilotin konnte beim Überfliegen des Platzes kurz nach dem Abflug plötzlich neben sich etwas Schwarzes erkennen – und sah dann, dass es sich um eine Drohne handelte. Ein Mitarbeiter des Flugplatzes alarmierte daraufhin die Polizei.


Vor Ort konnten die Beamten jedoch nichts ungewöhnliches feststellen. Weitere Meldungen in Bezug auf eine Drohne gab es nicht.

Hohe Strafe für Drohnenflug in Verbotszonen

Das Fliegen von Drohnen ist ohne Ausnahmegenehmigung nachts und in der Nähe von Flugplätzen verboten. Aus Sicherheitsgründen verfügen viele Drohnen bereits über integrierte Karten mit vorgegebenen Flugverbotszonen in ihrer Software und können erst nur nach Freischaltung an diesen Orten starten. Nach Schätzungen der Deutschen Flugsicherung gibt es in Deutschland 2020 rund 1,2 Millionen Drohnen. Wer gegen die Luftverkehrsordnung verstößt und ohne Genehmigung fliegt, muss mit Strafen bis zu 50.000 Euro rechnen. Typische Bußgelder für kleinere Verstöße von Drohnenpiloten sind meist einige hundert Euro.
Die Polizei bittet Zeugen, sich unter 0761/8824421 zu melden.

Korrektur: Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag, 5. August 2020 gegen 12 Uhr und nicht am 6. August gegen 3 Uhr, wie zunächst an dieser Stelle zu lesen war.


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