Ermittlungen

Razzia wegen Kinderpornos in Südbaden – 48 Objekte durchsucht

Ronny Gert Bürckholdt

Bei einem Großeinsatz haben 130 Beamte der Kriminalpolizei in der Region 48 Objekte durchsucht – wegen des Verdachts des Besitzes sowie der Verbreitung von kinderpornografischem Material.

Die meisten Durchsuchungen gab es demnach in der Stadt Freiburg und im Kreis Lörrach, aber auch die Kreise Emmendingen, Waldshut und Breisgau-Hochschwarzwald waren betroffen. Das teilte das Polizeipräsidium Freiburg mit.

Gegen 53 Tatverdächtige im Alter von 14 bis 84 Jahren wird laut Polizei ermittelt. Die Razzia sei in Abstimmung mit den Staatsanwaltschaften Freiburg, Lörrach und Waldshut-Tiengen erfolgt.

250 Beweismittel sichergestellt

Die Beamten stellten mehr als 250 Beweismittel sicher – Smartphones, Tablets, Notebooks, Computer und sonstige Datenträger. Nun bewerten Spezialisten der Kriminalpolizei die Daten. Ein konkreter Zusammenhang zwischen den Durchsuchungen und den Tatverdächtigen besteht nach ersten Erkenntnissen der Polizei nicht.

Die Aktion sei nach Hinweisen von US-Sicherheitsbehörden ins Rollen gekommen. "Wir werden auch in den kommenden Tagen und Monaten den Ermittlungsdruck aufrechterhalten", sagte Arno Englen, der Chef der Kriminalpolizei Freiburg. "Jeder, der solches Material besitzt oder verbreitet, muss damit rechnen, entdeckt zu werden."