Freiburg

Neue Saunen, neuer Teich, neue Preise: Das hat sich im Keidel-Bad geändert

Manuel Fritsch

Zum 40. Geburtstag ist alles fertig: Das Eugen-Keidel-Bad erstrahlt nach einer Modernisierung in neuem Glanz. Als Highlight gilt eine große Panoramasauna.

Das Eugen-Keidel-Bad feiert heute seinen 40. Geburtstag. Pünktlich zum Jubiläum eröffnet das Bad einen neuen Saunabereich sowie den umgestalteten und rundum erneuerten Naturbadeteich. Damit sind die umfangreichen Neubauarbeiten der vergangenen vier Jahre im Wesentlichen fertiggestellt.


Große Fensterfront öffnet den Blick ins Grüne

Das Highlight des neuen Bereichs ist eine große Panoramasauna. Bis zu 70 Menschen sollen in dem hoch gelegenen, komplett in Holz ausgekleideten Raum Platz haben. Eine große Fensterfront öffnet den Blick auf den Schwimmteich, ins Grüne – und auf die gegenüberliegenden Büros. Die darunter liegende Seerosensauna schließt mit ihrer Fensterfront praktisch direkt an den Naturbadeteich an, der im Sommer mit Seerosen bewachsen sein soll. Zwei Becken mit verschiedenen Pflanzen reinigen das Wasser, das somit auch chlorfrei bleiben soll. Ein aufwändiges Lichtspiel aus farbig leuchtenden, aus Steinen sprudelnden Fontänen, aus leuchtenden Gräsern und aus in den Rand eingelassenen Lichtstreifen sorgen für ein beruhigendes Ambiente. Noch sind von den Pflanzen nur die Stümpfe zu sehen, im Frühjahr dann soll der Naturcharakter des Pools voll zur Geltung kommen.

Seit 2016 wurden für Modernisierung und Ausbau des Keidel-Bades knapp 19 Millionen Euro ausgegeben. Finanziert aus den Eintritten, Fördergelder habe es nicht gegeben, wie Stadtbau-Co-Geschäftsführer Ralf Klausmann erklärt. Das hat zur Folge, dass die Preise für das Thermalbad zum ersten Mal seit 2011 angehoben werden. Ab kommenden Freitag wird der Eintritt ins Bad dann 16 Euro kosten, mit Zugang zum Saunabereich werden künftig 25,50 Euro fällig (statt wie bisher 13,50 beziehungsweise 20,50 Euro). Damit liegt Freiburg preislich zwischen den Thermen in Bad Bellingen (15/23,50 Euro) und Bad Krozingen (16,50/26 Euro).

Nötig geworden war die Erweiterung auch, da inzwischen deutlich mehr Menschen das Thermalbad besuchen als vor 40 Jahren geplant. Ursprünglich, so Klausmann, war das Bad für 250.000 Besucher im Jahr konzipiert gewesen. Inzwischen kämen aber locker doppelt so viele. Insgesamt hat das Bad in den vergangenen 18 Jahren fast 50 Millionen Euro in den Ausbau investiert. Nur beim Ausbau der Parkplätze hapert es derzeit noch, nachdem die ursprünglichen Pläne, durch Baumfällungen zusätzlichen Parkraum zu schaffen, nach Protesten gestoppt worden waren. Das war auch bei der Eröffnung am Freitagmorgen zu spüren: Nach freien Parklücken musste man lange suchen, Wildparker gab es zuhauf.