Club der Freunde

Ommmm

Mein garantiert letzter Monat mit einer Meditationsapp

Weniger Stress und bessere Laune nur durch Stillsitzen? Verlockend, fand unser Autor, kaufte sich eine Meditationsapp und verfluchte sie. Eine letzte Chance will er ihr geben – bei einem 28-tägigen Kurs.

Dies ist eine Geschichte über Paul. Ich kenne ihn seit gut drei Jahren. Oft ist er der erste Mensch, der mir morgens ins Ohr flüstert. Manchmal macht mich das richtig glücklich. Manchmal aber schafft Paul es, mich schon vor dem ersten Kaffee wütend zu machen. Ich hingegen habe noch nie ein Wort mit Paul geredet.
Paul, das ist die Stimme meiner Meditationsapp. Ich habe Paul und die App in einer, sagen wir, herausfordernden Zeit gekauft, zwischen Uni und Berufseinstieg. Erwachsenwerden. Jede Menge Stress, vor allem selbstgemachter. Paul sollte mir helfen, öfter abzuschalten und damit klarzukommen – für 60 Euro im Jahr.
Für ein paar Minuten gibt es nichts, außer Atem und Körper
Dabei hätte ich gar nicht unbedingt eine App gebraucht – auch, wenn ich zur Generation der Millennials zähle. Eigentlich wollte ich einfach nur meditieren. Denn das soll, wie ich herausgefunden hatte, der heiße Scheiß sein. Weniger Stress, Angst und Krankheiten. Mehr gute Laune, Konzentration und Gelassenheit. Alles nur durch Stillsitzen. Sagen inzwischen sogar seriöse Wissenschaftler.
Aber natürlich sagen das auch Tausende Blogs, Instagramposts und Youtube-Videos. Deswegen brauche ich gar nicht lange drumherum reden: Auch ich bin damit voll auf den Achtsamkeitshype angesprungen. Der religiös-spirituelle Grundgedanke der Meditation interessierte mich nicht. Ich wollte einfach mit den Krankheiten ...

Wenn Du diesen Artikel lesen möchtest, solltest Du Mitglied werden in fudders Club der Freunde. Du unterstützt auf diese Weise jungen Journalismus in Freiburg.


Als Bonus gibt's für Dich exklusive Veranstaltungen und Gewinnspiele und vieles mehr: Elf Gründe, warum wir Dein Geld wert sind >>

Bist Du schon Mitglied in fudders Club der Freunde? Bitte einloggen >>