Kunst

Literaturhaus Freiburg verwandelt sich ins Museum der Langsamkeit

Angelina Klee

Das Literaturhaus wird zum Papier-Kabinett. Einen Monat lang werden die Werke verschiedener Künstler in Szene gesetzt. Der Parcours durch die Ausstellung dauert eine Stunde und kann von bis zu fünf Personen gleichzeitig betreten werden.

Auf begehbaren 60 Metern Kunst in Form einer Papierbahn bringt Fotograf Jens Burde die Werke 16 verschiedener Künstler im Museum der Langsamkeit zusammen.

Einen Monat lang kann man sich kontaktfrei die Texte, Filme, Tonspuren und Zeichnungen der Künstler Juri Andruchowytsch, Dorothée Billard, Emma Braslavsky, Bille Haag, Felicitas Hoppe, Dževad Karahasan, Esther Kinsky, Alexander Kluge, Matthias Lehmann, PeterLicht, Karl-Heinz Ott, Ilma Rakusa, Ulrike Almut Sandig, Judith Schalansky, Thomas von Steinaecker und Andreas Töpfe anschauen.


Ein kontaktfreies Museum

"Unsere Welt ist wie ein großer Automat. Wenn der Fremdkörper Virus da eindringt, lehrt er uns vielleicht auch etwas. So wie nach dem Erdbeben von Lissabon 1755 sich die Aufklärung in rasender Geschwindigkeit verbreitete", sagt Alexander Kluge zur aktuellen Herausforderung für die Kunst.
Deswegen ist das Museum der Langsamkeit kontaktfrei, versteht sich aber dennoch als ein Ort, an der Kunst auch in Corona-Zeiten zusammenkommt.

Damit das Literaturhaus sichergehen kann, dass der aktuell geltende Mindestabstand eingehalten wird, werden immer nur fünf Personen gleichzeitig durch das Museum gelassen. Beim Ticketkauf muss deswegen auch vorab eine Uhrzeit ausgewählt werden.

Tickets für die Vorstellung gibt es nur online, zum Beispiel unter bz-ticket.de/karten.
Was: Museum der Langsamkeit
Wann: 7. Juni bis 7. Juli, Di –Fr:17 und 18:30 Uhr, Sa:15. 16:30 und 18 Uhr
Wo:Literaturhaus, Bertoldstraße 17, 79098 Freiburg
Eintritt: 9 Euro (ermäßigt 6 Euro)