Studierendenwohnheime

In Freiburg bleibt der Wohnungsmarkt für Studierende weiter angespannt

Anika Maldacker

Trotz Corona-Krise sind Zimmer für Studierende in Freiburg zum Wintersemester begehrt. Das Studierendenwerk berichtet von ähnlich hohen Bewerberzahlen wie im Vorjahr – und muss Bewerber abweisen.

In den sozialen Netzwerken geht der Run auf die WG-Zimmer der Stadt gerade los. In den Studierendenwohnheimen der Stadt läuft die Bewerbungsphase um Wohnheimzimmer schon länger. Während es in anderen Studentenstädten des Landes weniger Nachfrage nach Zimmern gibt, scheint die Nachfrage in Freiburg ähnlich hoch zu sein, wie sonst zu Anfang des Wintersemesters. Das Studierendenwerk Freiburg (SWFR) rechnet damit, dass die Zimmer zum 1. Oktober voll belegt sein werden. Da sich der Semesterstart auf den 1. November verschoben hat und auch die Vergabe der Studienplätze später als üblich erfolgt, befindet sich das SWFR noch im Vergabeprozess. Den Rückgang um zehn Prozent an Bewerbungen, die das SWFR verzeichnet, führt man auf den späteren Vergabeprozess der Studienplätze zurück.


Trotz der Eröffnung eines neuen Wohnheims vor wenigen Wochen, rechnet das SWFR damit, auch in diesem Jahr nicht allen Bewerberinnen und Bewerbern Zimmer anbieten zu können. Das Studierendenwerk vergibt Zimmer und Wohnungen in elf Wohnheimen in Freiburg.

Auch die Erzdiözese Freiburg, die mehrere Studierendenwohnheime in Freiburg unterhält, meldet komplett belegte Wohnheime. Nur in der Thomas-Morus-Burse in Littenweiler seien noch rund 40 Zimmer noch nicht wieder belegt. Es hätten sich aber weniger Erstsemester beworben als sonst. Das führe man, so eine Sprecherin der Erzdiözese, auf die verschobenen Bewerbungs- und Zulassungstermine zurück. Das AWO-Studentenwohnheim an der Dreisam ist sogar zu 100 Prozent belegt, und auch dort mussten laut Leiter Christian Greschkowitz Bewerberinnen und Bewerber abgewiesen werden.

Im Sommersemester standen rund 200 Zimmer des Studierendenwerks leer. Entweder weil internationale Studierende nicht angereist waren oder weil Austauschprogramme abgesagt wurden. Auch die Erzdiözese Freiburg meldet, dass der Leerstand im Sommersemester höher war, als sonst.