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Heimaturlaub: Eine Europareise in Freiburg

Maria-Xenia Hardt

Mit steigenden Fallzahlen in Europa sind Trips nach Paris & Co. eher unvernünftig oder gar verboten. Deshalb haben wir eine kleine kulinarische Europareise für einen Urlaubstag in Freiburg zusammengestellt: morgens Frankreich, mittags Italien, abends Spanien.

Ein Vormittag, fast wie in Paris: Café au Lait, Croissant und Alter Friedhof

Besser als mit Kaffee und Croissant aus dem Café Marcel kann der Tag kaum anfangen. Die Croissants, die man aus dem kleinen Café im Stadtgarten hinaus gereicht bekommt, sind leicht und doch buttrig und voller Geschmack, so wie man sie aus dem Urlaub in Frankreich kennt. Dank frischer Bohnen von Günthers Coffee Roasters sind die koffeinhaltigen Heißgetränke eine besondere Freude, ganz egal ob als Milchkaffee oder eine der beiden Sorten Filterkaffee, die es jeden Tag gibt. Die beliebtesten Produkte – Cappuccino und Croissant – sind übrigens bis Jahresende im Preis etwas gesenkt, so gibt das Café Marcel die Mehrwertsteuersenkung an die Kunden weiter.

Zu Kaffee und Croissant noch eine Zeitung dazu und schon fühlt man sich auf einer Bank oder mitgebrachten Picknickdecke wie in einem Garten in Paris. Statt Eiffelturm gibt’s dazu einen Blick auf’s Münster, aber das ist ja auch alles andere als schlecht.

Gestärkt kann man danach ein paar Meter weiterziehen zum Alten Friedhof – die Freiburger Version des Cimetière du Montparnasse oder Cimetière du Père-Lachaise sozusagen. Statt Gräber berühmter Menschen abzuklappern kann man sich dort in mysteriösen Inschriften verlieren und darüber fantasieren, wer diese nicht ganz so berühmten Leute wohl waren.

Ein Mittag in Bella Italia: Pizza, Eis und Venedig-Feeling

Mittags ziehen wir dann weiter Richtung Italien. Als allererstes bietet sich da natürlich ein italienisches Mittagessen an – zum Beispiel im "Gioia Mia", eine Trattoria ganz in der Nähe des Alten Friedhofs am Altstadtring, dort gibt es von Dienstag bis Freitag einen immer wechselnden Mittagstisch oder (wenn die Europareise auf einen Samstag fällt) im Primo Market, einem italienischen Supermarkt, in dem man eben auch Mittag- und Abendessen kann. Pizza, Pasta, Antipasti – der italienische Mittag geht auf jeden Fall durch den Magen.

Wer schon vor dem Essen den Weg zurück in die Innenstadt schafft, kann auch im d.o.c. einkehren, dort gibt es Dienstag bis Samstag ebenfalls einen Mittagstisch. Pizza gibt es nicht, dafür wahrscheinlich die beste selbstgemachte Pasta der Stadt. Das d.o.c. liegt in der Gerberau und somit direkt im Herzen von "Freiburgs Venedig". Nach dem Essen also ein bisschen an den Kanälen entlang schlendern, in die vielen kleinen Läden reinschauen. Oder aber weiterziehen Richtung Wiehre für den dritten Teil der Europareise und unterwegs einen Stopp bei Mariotti einlegen, solange sie noch aufhaben.
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Spanischer Abend: Tapas, Wein und eine lange Nacht

Der spanische Abend wird natürlich mit Tapas eingeleitet, am besten in der Bar Denia in der Wiehre. Etwas abseits von der Innenstadt gibt es dort vorzügliche kalte und warme Tapas in toller Atmosphäre – man munkelt, es gäbe dort die leckersten Tapas der Stadt. Dazu einen spanischen Wein, oder auch zwei. Wenn es später wird – und da es ein spanischer Abend ist, gehen wir eigentlich davon aus, dass es später wird – kann man auf die andere Seite der Günterstalstraße wandern und in Webers Weinstube umziehen. Dort kann man theoretisch bis spät in die Nacht weiter Rotwein trinken und, sollte man nach der großen Europareise etwas Heimweh bekommen, auch noch ein oder zwei badische Tapas hinterher schieben.

Wer im Übrigen die Innenstadt dann doch lieber nicht verlassen möchte, findet auch dort zwischen Casa Española, La Pepa oder dem "Ableger" La Culinaria ein breites Angebot an Locations, die spanische Tapas und Wein servieren. Und wer eher im Osten unterwegs sein will, dem sei das Castillo in der Nägeleseestraße oder La Playa am Strandbad empfohlen.