Freiburg

Glasverbot auf dem Platz der Alten Synagoge wird verlängert

Joachim Röderer

Das Glasverbot in Wochenendnächten auf dem Platz der Alten Synagoge wird angenommen und hat sich bewährt, so die Freiburger Stadtverwaltung. Deswegen kommt nun die Verlängerung.

Das Glasverbot auf dem Platz der Alten Synagoge, das zunächst nur für die zurückliegenden zwei Wochenenden angeordnet worden war, gilt nun auf jeden Fall noch bis zum 1. August. Zwischen 20 und 5 Uhr dürfen am Freitag- und am Samstagabend keine Glasflaschen auf den Platz gebracht werden.

Die Stadtverwaltung begründet die Verlängerung des temporären Glasverbotes damit, dass es bei den Betroffenen gut angekommen sei: "Im persönlichen Austausch mit den überwiegend jungen Erwachsenen sowie jungen politischen Vertreterinnen und Vertretern auf dem Platz wurde uns eine hohe Akzeptanz für die Maßnahme entgegengebracht", wird Ordnungsbürgermeister Stefan Breiter zitiert. Er freue sich, dass der Platz der Alten Synagoge auch unter diesen Bedingungen gut angenommen und genutzt werde. Ausdrücklich erlaubt ist weiterhin, sich auf dem Platz aufzuhalten und Getränke in anderen Behältnissen mitzubringen.

Das Glasverbot, so die Stadtverwaltung, sei nur ein "geringfügiger Eingriff, der sich aber als wirksamer Schutz von anderen Menschen auf dem Platz und den Vollzugskräften erwiesen hat." Das Verbot ist auch deswegen verhängt worden, weil mehrfach Polizeibeamte mit Flaschen beworfen worden sind.

Nach dem 1. August wollen Polizei und Stadt dann die Erfahrungen noch einmal gemeinsam bewerten. An den vergangenen beiden Wochenenden mit Glasverbot war festgestellt worden, dass sich Feiernde nun verstärkt auf die Kaiser-Joseph-Straße und auf andere Plätze der Altstadt verteilen. Auf das Müllproblem haben Stadt und die Abfallentsorgung ASF ebenfalls reagiert und große Müllcontainer platziert – unter anderem auf dem Platz der Alten Synagoge, am Martinstor, rund um den Seepark und am Sandfangweg. Die Container würden gut angenommen, heißt es.