Nominierungsversammlung

Für die SPD will diesmal Julia Söhne in den Bundestag

BZ-Redaktion & Thomas Jäger

Unter freiem Himmel fand am Samstag die Nominierungsversammlung der SPD für den Wahlkreis 281 (Freiburg) statt. Alle Stimmen gingen an die einzige Kandidatin: Julia Söhne.

"Danke für 100 Prozent der Stimmen" postete Julia Söhne – mit vielen, vielen Bildern – auf Instagram, als die SPD-Kreisverbände Freiburg sowie Breisgau-Hochschwarzwald sie am Samstagnachmittag bei einer Open-Air-Nominierungsversammlung im Ganter-Hausbiergarten zur Kandidatin um das Direktmandat im Wahlkreis 281 (Freiburg) für die Bundestagswahl am 26. September bestimmt hatten. Die 27-jährige Politikwissenschaftlerin ist seit 2019 Vorsitzende der Fraktion von SPD und Kulturliste im Freiburger Gemeinderat. Es war der vierte Anlauf für die Versammlung, die zuvor dreimal coronabedingt verschoben worden war. Söhne war die einzige Bewerberin, sie erhielt alle 43 abgegebenen Stimmen. Um einen Sitz im Bundestag bewirbt sie sich zum ersten Mal. 2017 war Julien Bender für die SPD angetreten und hatte 22,7 Prozent der Stimmen erhalten, was für Platz 3 nach Matern von Marschall (CDU) und Kerstin Andreae (Grüne), aber nicht für ein Bundestagsmandat reichte. Der Wahlkreis 281 umfasst außer der kompletten Stadt Freiburg auch 19 der insgesamt 50 Gemeinden des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald im Westen sowie südlich von Freiburg. "Wir ziehen mit großer Unterstützung für Julia Söhne und viel Enthusiasmus in den nächsten Wahlkampf", wird Viviane Sigg, die mit Bender dem Freiburger Kreisverband vorsteht, in der Pressemitteilung zum Versammlungsergebnis zitiert. Für Bender ist Söhne "eine Kandidatin, die progressive Positionen überzeugend verkörpert". In ihrer Nominierungsrede ging es unter anderem um die Themen Pflege- und Gesundheitspolitik, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie den Einsatz für bezahlbaren Wohnraum. Über allem stehe aber der Kampf gegen den Klimawandel.