Neue Aufgabe

Freiburger Stadträtin Monika Stein soll die GEW im Land führen

Simone Lutz

Monika Stein will Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW werden. Ihre Wahl im Oktober gilt als sicher – ihr Ausscheiden aus dem Freiburger Gemeinderat damit auch.

Monika Stein, Lehrerin und Stadträtin im Freiburger Gemeinderat, soll neue Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg werden. Wenn sie am 23. Oktober gewählt wird – was als relativ sicher gilt –, würde sie aus dem Freiburger Gemeinderat ausscheiden. Ihre Nachrückerin wäre Emriye Gül, die als Gesundheits- und Krankenpflegerin arbeitet und mit im Vorstand der Grünen Alternative Freiburg ist.


Stein ist einzige Kandidatin für den Landesvorsitz der Bildungsgewerkschaft

Monika Stein ist seit 25 Jahren GEW-Mitglied, zur Kandidatur für den Landesvorsitz sei sie in diesem Jahr angefragt worden, so Stein. Sie habe lange überlegt und sich schließlich entschlossen, es zu machen. Bei der Landesdelegiertenversammlung im Oktober wird Doro Moritz, die zwölf Jahre lang an der Spitze der Landes-GEW stand, nicht mehr antreten. Einzige Kandidatin für ihre Nachfolge ist Monika Stein.

"Ich freue mich auf Auseinandersetzungen mit Kultusministerin Eisenmann." Monika Stein
Die 50-jährige Grund- und Hauptschullehrerin hat sich in Freiburg einen Namen als linke, engagierte Kommunalpolitikerin gemacht. Ursprünglich Grünen-Mitglied spaltete sie sich mit der Grünen Alternative Freiburg (GAF) 2008 von der Partei ab und vertrat die GAF von 2004 bis 2014 sowie ab 2016 im Gemeinderat, zuletzt als eine von zwei Vorsitzenden der Fraktion "Eine Stadt für alle". 2018 trat Stein für ein linkes Bündnis als Kandidatin im OB-Wahlkampf an und erreichte im zweiten Wahlgang ein ausgezeichnetes Ergebnis von 24,1 Prozent.

Falls sie gewählt werde, erklärte Stein gegenüber der BZ, wolle sie weiterhin in Freiburg wohnen, aber drei bis vier Tage pro Woche in Stuttgart arbeiten sowie die Landes-GEW auf Bundesebene vertreten: "Ich freue mich auf Auseinandersetzungen mit Kultusministerin Eisenmann, vor allem bei Themen wie Bildungsgerechtigkeit und Bildungschancen."