Industriegebiet Nord

Freiburger Polizei muss Andrang am Recyclinghof St. Gabriel regeln

Simone Höhl

Eine unglückliche Kombination: Der Andrang beim Recyclinghof in Freiburgs Norden ist riesig, dazu gibt es in der Nähe eine Baustelle. Das Ergebnis: massiver Rückstau. Die Polizei ist im Einsatz.

Aufgrund des hohen Andrangs beim Recyclinghof St.Gabriel herrscht momentan Rückstau bis zur Haltestelle technische Fakultät und vermutlich auch bald darüber hinaus, warnt die Polizei. Freiburgs Abfallchef wundert sich. "Es ist nicht so schlimm wie am Samstag oder vor einer Woche", meint Michael Broglin.


Schon vergangenen Dienstag, als der Recyclinghof das erste Mal nach einer Pandemie-Pause wieder geöffnet hatte, standen die Freiburger Schlange. Offenkundig nutzten sie die Corona-Zeit zuhause, um gründlich auszumisten. Die Freiburger Abfallwirtschaft und Stadtreinigung (ASF) hatte appelliert, dass nicht alle auf einmal kommen sollen: Ab jetzt sei wieder normal und regelmäßig geöffnet. Das hatte schon letzte Woche wenig genützt. Auf den Recyclinghof dürfen derzeit nur fünf Fahrzeuge gleichzeitig fahren: Der Schutz von Mitarbeitern und Kunden vor Corona-Viren macht die Abfertigung langsamer.

Die Polizei erklärt, dass die Baustelle an der Madisonallee zur Verlängerung der Stadtbahn Messe die Lage verschlimmert. "Es kommt zu Verkehrsbeeinträchtigungen in einem Großteil des Industriegebiets Nord", teilt sie mit. Auch der öffentliche Nahverkehr ist behindert: Die Buslinie 22 kann nicht alle Haltestellen anfahren und fährt derzeit eine Umleitung. Die Verkehrspolizei Freiburg ist im Einsatz und versucht, den Verkehr zu lenken.

Bürgerinnen und Bürger sollen nur notwendige Fahrten durchführen

Die Polizei bittet darum, nur notwendige Fahrten durchführen. Die Bürgerinnen und Bürger sollten die Möglichkeit nutzen, und einen Sperrmülltermin zur Abholung vereinbaren, so die Polizei, oder ihren Müll an einem anderen Tag wegfahren. Freiburg hat drei Recyclinghöfe, die abwechselnd geöffnet sind, samstags haben alle offen.

Wer unbedingt jetzt seinen Sperrmüll wegbringen muss, der steht in der Warteschlange. Die Haushalte können die Abholung des Sperrmülls beantragen, bestätigt ASF-Geschäftsführer Michael Broglin. "Aber da haben wir halt auch eine Zunahme von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum." Das heißt: Bis die Müllabfuhr den Sperrmüll abholt, dauert es auch; die Wartezeit von üblicherweise vier Wochen verlängert sich entsprechend.