Stadtteil Dietenbach

Freiburger Fraktionen wollen Tram-Verlängerung bis Lehen prüfen

Uwe Mauch

Der Vorstoß der Freiburger Bürgervereine hat Folgen. Jetzt wollen die Gemeinderatsfraktionen wissen, welche Vor- und Nachteile die Trassen-Varianten für den neuen Stadtteil Dietenbach haben.

Für die Entscheidung über den Bau weiterer Stadtbahnlinien fordern sieben Fraktionen die Stadtverwaltung auf, die alternativen Trassenvarianten für den Stadtteil Dietenbach detailliert darzustellen. Alle Vor- und Nachteile sollen gegenübergestellt werden. Das solle "Grundlage für weitere Beratungen und gegebenenfalls Schritte sein", heißt es in einer Anfrage vom Dienstag, die unterzeichnet ist von den Grünen, der Fraktion "Eine Stadt für Alle", SPD/Kulturliste, CDU, Jupi, FDP/BfF und Freiburg Lebenswert. Sie verfügen über 43 von 48 Sitzen im Gemeinderat.


Damit zeigt der Vorstoß der Arbeitsgemeinschaft Freiburger Bürgervereine (AFB) Wirkung. Sie hatten sich vor einer Woche für den sogenannten Ringschluss stark gemacht: eine Stadtbahnlinie vom geplanten Stadtteil Dietenbach über B 31 und Dreisam hinweg bis zur bestehenden Haltestelle Paduaallee. Sie böte große Entwicklungschancen, wie zum Beispiel die Verbindung der künftigen Nachbarstadtteile Dietenbach und Lehen, eine Haltestelle für das geplante Quartier "Zinklern", eine Entlastung der Trams durch Rieselfeld und die Option, den Stadtteil Mooswald mit einer Trasse durch die Elsässer Straße zu erschließen (die BZ berichtete).

Bislang vorgesehen ist, dass die Straßenbahn im neuen Stadtteil endet und wieder durch Rieselfeld zurückfährt. Stadtverwaltung und Verkehrs-AG stehen dem Ringschluss aus Kostengründen skeptisch gegenüber.

Die Fraktionen halten es für sinnvoll, beide Varianten zu prüfen, bevor sie nächsten Dienstag über den Bau weiterer Stadtbahntrassen abstimmen.

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