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Ersti-Special: Mein erster Heimaturlaub

Maria-Xenia Hardt

Dieses Jahr mit dem Studium anfangen ist kein Genuss: Ersti-Veranstaltungen fallen aus, die Lehre findet eher online statt. Da kann man sich in der neuen Stadt verloren fühlen. fudder schafft Abhilfe: Tipps für deinen ersten "Heimaturlaub" in Freiburg.

Der geneigte Freiburger, die geneigte Freiburgerin, ist stolz darauf, zu wohnen "wo andere Urlaub machen". Die Schattenseite davon ist, dass manche Monatsmiete fast den Umfang einer Hotelrechnung hat, aber das ist ein anderes Thema. Auf der "Haben-Seite" steht dafür: eine schnuckelige Stadt mit hübschen Straßen und allem, was man braucht, ohne dass man dafür stundenlang überall hin braucht, dazu Wald und Wiesen drum herum, tolle Ausblicke von den Hügeln und der Schwarzwald vor der Haustür. Der Heimaturlaub ist immer nur einen Schritt weit weg – eine Idee muss man natürlich haben. Deshalb hier nun ein kleines Best-Of für alle, die neu in der Stadt sind: Das könnte dein erster Heimaturlaub werden!


Kanonenplatz

Geht immer: Der Kanonenplatz liegt direkt oberhalb der Innenstadt und ist zu Fuß vom Campus in der Innenstadt (über’s Schwabentor) wie auch vom Institutsviertel (über den Stadtgarten) gut zu erreichen. Dort kann man in der Herbstsonne baden und Freiburg von oben bestaunen: Münster, UB, Hauptbahnhof, Johanneskirche, Schönberg. Bald werdet ihr diese Orientierungspunkte mühelos identifizieren. Der Kanonenplatz eignet sich hervorragend, um nach einem langen Tag auszuspannen, während die Sonne untergeht, und macht auch was her, wenn irgendwann Freunde zu Besuch kommen. Solange das nicht möglich ist, eignet sich die Aussicht auch für einen guten Instagram-Post, der die Besuchsmotivation erhöht. Das bringt uns direkt zum nächsten Punkt.

#whatthefreiburg

Unter diesem Hashtag findet man auf Instagram die besten Bilder der Stadt. Um auch gleich mitzumachen, lohnt sich ein Spaziergang auf der folgenden Route, der – nach dem Kanonenplatz – die wichtigsten Instagram-Spots der Stadt abdeckt: Blaue Brücke, Alter Friedhof, Münsterplatz, Konviktstraße, Gewerbekanal mit Krokodil in der Gerberau, Dreisam, UB. Die Route nimmt eine gute Stunde in Anspruch, je nachdem wie viele Fotos man knipst auch etwas länger.
Gipfelsturm

Wochenende und nix los, weil alle Kneipen und Clubs zu haben? Da bleibt wohl nichts anderes übrig, als raus zu gehen, vielleicht mit ein paar noch unbekannten Kommilitoninnen und Kommilitonen, mit denen man bei einem Gipfelsturm und einem Tee aus der Thermoskanne Freundschaft schließen kann. Optionen gibt es reichlich, von einfach bis sportlich. Ein paar stellen wir hier vor:
Outdoor-Sport

Auch abseits der Wanderwege soll der Sport nicht zu kurz kommen. Statt McFit und Massenzappeln beim Unisport weicht man am besten auf Möglichkeiten an der frischen Luft aus. Zum Beispiel auf den brandneuen Trimm-Dich-Park im Sternwald. Oder aber man gönnt sich eine Yoga-Session im Stadtgarten, immer sonntags von 10 bis 11 Uhr beim Musikpavillon, und das alles ohne Anmeldung und auf Spendenbasis. Für die Frühaufsteher gäbe es noch den Lauftreff mit Startpunkt Blaue Brücke, direkt bei der Radstation, immer montags, mittwochs und freitags um 6.45 Uhr – ja, das ist ein gewisses Opfer, aber die rund zehn Kilometer lange Strecke fungiert zugleich auch als Sightseeing-Tour.
Fast wie Meer

Freiburg liegt ja leider nicht am Meer – dafür gibt es aber tolle Seen in der Stadt und drum herum, die nicht nur im Sommer zum Baden toll sind, sondern auch im Herbst zum Entspannen und Seele baumeln lassen einladen – vielleicht sogar bei einem Picknick mit neuen Freunden.

Innerstädtisch wären da zum Beispiel der Seepark und der Waldsee zu empfehlen, etwas weiter Richtung Schwarzwald locken unter anderem der Titisee und der Feldsee mit klarer Luft und vielen bunten Bäumen.

Für Regentage: Biohackers auf Netflix schauen oder Freiburg-Krimis lesen

Und wenn es mal regnet: Freiburg ist auch Schauplatz in Büchern und Serien. Hervorzuheben ist zum einen die Netflix-Serie "Biohackers", die im studentischen Milieu spielt – auch wenn es dort etwas abgefahrener zugeht als das "echte" Studi-Leben wohl ist. Einige Lokalitäten aus anderen Tipps werdet ihr dort direkt wieder spotten: Die blaue Brücke und den Kanonenplatz, die UB und den Seepark.

Und dann ist da noch die Krimi-Reihe von Oliver Bottini rund um Kommissarin Louise Boni, angefangen mit "Mord im Zeichen des Zen" über insgesamt sechs Bücher.


Also: Tee machen, warme Socken anziehen und Film ab – beziehungsweise Buch auf. Mehr dazu: