Gesprächstermin des Jugendbüros

Erst kickert Freiburgs OB Horn im Strandbad, dann steht er Rede und Antwort

Tim Bergfeld

Das Freiburger Jugendbüro hat im Freiburger Strandbad einen Gesprächstermin für Kinder und Jugendliche mit OB Martin Horn organisiert. Zuerst wurde gekickert, dann gab es viele Fragen.

Es ist ein heißer Donnerstag, 38 Grad im Schatten. Vor dem Eingang des Strandbades hat sich eine Schlange gebildet, aber allzu lange warten muss keiner. Drinnen herrscht reges Treiben, nicht nur in den Schwimmbecken. Auf den Wiesen wird mit Frisbees und Bällen gespielt, sportliche Leute messen sich beim Beachvolleyball. Nicht weit davon ist auch Martin Horn in Aktion.

Als der Oberbürgermeister eintrifft, wird er sofort umringt von Kindern, die ein Autogramm wollen. Er scheint das Bad in der Menge zu genießen. Prompt wird er zum Tischkickern herausgefordert und muss sich gegen zwei Jungen beweisen. Dabei stellt er sich ganz gut an, macht auch ein paar Tore.

OB erklärt Personalmangel im Schwimmbad

An diesem Nachmittag findet im Bad ein besonderes Ereignis statt: Das Team vom Jugendbüro des Jugendbildungswerkes hat in Kooperation mit dem Haus 197, dem offenen Kinder – und Jugendtreff, eine Gesprächsrunde für Jugendliche mit dem OB organisiert. Der erklärt den Kindern und Jugendlichen, was der Personalmangel bedeutet und bringt das Beispiel Schwimmbäder: Es gibt zu wenige Bademeister, dadurch muss zum Beispiel das Strandbad die Öffnungszeiten kürzen. Ein Junge fragt: "Glauben Sie, es wird nächstes Jahr noch heißer?" Daraufhin beginnt eine Diskussion über den Klimawandel und Wasserknappheit. Ein 13-jähriges Mädchen sagt: "Es war toll, dass der Oberbürgermeister da war und uns zugehört hat." Christine Golz vom Jugendbüro Freiburg und ihr Team machen viel Stadtplanung mit Jugendlichen und fördern politische Bildung. Sie freut sich darüber, dass die Gesprächsrunde so stattfinden kann.

Kicker-Tisch mit Handyladestation

Dirk Beha, Leiter vom Haus 197, hat mit seinem Team den eingesetzten mobilen Kicker-Tisch mit integrierter Handyladestation zur Verfügung gestellt. "Unsere Hauptzielgruppe sind Jugendliche zwischen 14 und 22", sagt er, "Die Jugendlichen können sich ausprobieren, bevor sie in die Erwachsenenwelt eintreten." Dafür bietet das Haus 197 zum Beispiel eine Mini-Ramp zum Skaten und einen Basketballplatz an. Es liegt direkt beim Strandbad. Dirk Beha sagt: "Wichtig ist, dass junge Leute von uns hören, daher ist das Event gut für uns."

Besonders viele Jugendliche aus der Zielgruppe 14 bis 22 sind nicht gekommen, doch auch die Jüngeren stellen auch gute Fragen. Es geht später noch um das deutsch-französische Gymnasium und um die Instagram-Seite schwimmbadfueralle, auf der Mädchen, junge Frauen und Transgender-Personen Wünsche und Erfahrungen zu Schwimmbädern teilen.

Die Jüngeren wünschen sich eine Trampolinhalle

"Hier ist ein ganz unkomplizierter und direkter Austausch mit jungen Menschen möglich", sagt Horn. Auf die Frage, ob er oft Post von Jugendlichen erhält, sagt er: "Über Instagram kriegen wir oft Anfragen, zum Beispiel wenn es etwas in anderen Städten gibt, was wir nicht haben. Die Jüngeren wünschen sich oft eine Trampolinhalle".

Am 19. September wird zum zweiten Mal "Freiburg zockt" stattfinden, auch eine Aktion des Jugendbüros. Diesmal soll neben Mario Kart auch das Spiel "Overcooked" gespielt werden und jeder kann dem Oberbürgermeister Fragen stellen.