Probestudium

Drei Fragen zum Schnupperstudium an Studienberater Friedrich Arndt

Patrick Schliffer

Ein Schnupperstudium bietet Schülerinnen und Schülern Einblicke in Studiengänge der Universität Freiburg. Der Leiter der Zentralen Studiengangberatung der Uni erklärt, wie es funktioniert.

Die Universität Freiburg bietet mehr als 200 verschiedene Studiengänge an. Bei so einem Überangebot kann man schnell mal die Übersicht verlieren. Für eine erste Orientierung haben Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Schnupperstudiums "Erst probieren, dann studieren" vom 6. bis zum 9. April die Möglichkeit, mehrere Studiengänge an der Universität Freiburg kennenzulernen. Wie so ein Tag abläuft und was das Studium überhaupt ausmacht erklärt Friedrich Arndt, der Leiter der Zentralen Studiengangberatung.

BZ: Es gibt ja den ein oder anderen Vorbehalt gegenüber einem Studium. Zu viel Zeit verbringe man im eigenen Elfenbeinturm und viel zu oft fehle der Praxisbezug. Warum also überhaupt studieren?

Arndt: Studieren ist einfach eine spannende Lebensphase und die Möglichkeit, sich intensiv mit einem Interessengebiet zu beschäftigen, das einen selbst fasziniert – ganz abgesehen von den beruflichen Chancen, die ein Studium eröffnen kann. Durch die Tiefe, die ein Studium bereithält, lernt man die Grundlagen einer Disziplin kennen und diese auch zu hinterfragen. Man hat viele Freiheiten, muss aber die Herausforderung bewältigen, den eigenen Alltag selbst zu strukturieren. Wenn man das im Studium für sich gelernt hat, ist man schon mal ziemlich gut vorbereitet für alles Spätere im Leben. Und damit die Schülerinnen und Schüler herausfinden können, ob ein Studium tatsächlich etwas für sie ist, hat die Zentrale Studienberatung das Schnupperstudium ins Leben gerufen.



BZ:
Was ist denn das Schnupperstudium und für wen ist das was?

Arndt: Grundsätzlich für alle ab Klasse 10, die an Schulen mit der Aussicht auf einen zum Studium berechtigenden Abschluss sind. Vor allem aber ist das Schnupperstudium deswegen ein tolles Angebot, weil es eben nicht nur theoretische Inhalte vermittelt, sondern die Schülerinnen und Schüler direkt vor Ort sind, wo sie später auch studieren würden. Dort haben sie die Gelegenheit, echte Dozentinnen und Dozenten kennenzulernen, die das Fach später an der Uni unterrichten und live Einblick in ihre Disziplin geben. Nicht abstrakt, sondern authentisch und hautnah.



BZ:
Wie läuft ein Tag im Schnupperstudium konkret ab?

Arndt: Morgens gibt es eine kleine Begrüßung mit einer anschließenden Vorstellung der jeweiligen Studiengängen, das sind Mathematik, Sinologie, Ingenieur- und Geowissenschaften sowie Physik, Informatik und Chemie. Dort erfahren die Schülerinnen und Schüler, was das einzelne Fach ausmacht und wie ein Studium in dieser Disziplin abläuft. Danach finden Workshops statt, in denen praktische Einblicke in das Studium gegeben werden. Im Anschluss treffen die Schülerinnen und Schüler dann Studierende und Mitarbeitende, die von ihrem Studium oder ihrer Forschung erzählen. Außerdem gibt es mittags einen kostenlosen Mensabesuch, der ja schließlich auch zum universitären Alltag gehört.
"Erst probieren, dann studieren" findet vom 6. bis zum 9. April statt. Es stehen insgesamt 330 Plätze zur Verfügung. Bewerben können sich alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse 10 bis zum 13. März unter schnupperstudium.uni-freiburg.de.