Club der Freunde

9. November 1938

Die Nacht, als die Synagoge in Freiburg brannte

Vom 9. auf den 10. November 1938 zerstörten Nazis die Freiburger Synagoge. Fast 100 jüdische Bürger wurden verhaftet. Es war der Anfang der geplanten Vernichtung jüdischen Lebens in Deutschland.

Das Schicksal der jüdischen Familie Weil-Lion war schon einmal Thema in der BZ, im Artikel "Fast spurlos verschwunden". Sabine Herrle hatte recherchiert, weil ihr ein Kleiderbügel mit dem Aufdruck "Weil-Lion" aufgefallen war. Nun hat sie Neues zu erzählen: Wie die Weil-Lions und ihre Nachbarn die Pogromnacht vor genau 82 Jahren erlebten.
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, gegen drei Uhr morgens, wird die Freiburger Synagoge von Männern der örtlichen SS und SA unter Leitung des Führers der 65. SS-Standarte Schwarzwald, Walter Gunst, sowie des Freiburger SS-Arztes Eduard Krebsbach und des SA-Brigadeführers Joachim Weist angesteckt. Gleichzeitig lässt Walter Gunst die SS ausschwärmen, um nach vorbereiteten Listen gezielt volljährige jüdische Freiburger festzunehmen und in "Schutzhaft" nach Dachau verschleppen zu lassen.

Die Gestapo leistet Unterstützung. 99 Männer werden so in dieser Nacht in Freiburg verhaftet und, nach einer Nacht im hiesigen Gefängnis, nach Dachau transportiert.

In der Colombistraße 11 leben zu diesem Zeitpunkt ausschließlich "nichtarische" Menschen ...

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