Corona-Krise

Das Theater näht jetzt Schutzkittel für Freiburger Krankenhauspersonal

Daniela Frahm

Erst kamen die Mund-Nasen-Schutze, jetzt folgen Schutzkittel: Das Stadttheater stellt robuste und wasserdichte Kittel her. OB Martin Horn hat schon einen anprobiert und lobt die Initiative.

Genau wie Mund-Nasen-Schutze und Atemschutzmasken fehlen dem Personal in Krankenhäusern und Pflegeheimen derzeit auch Schutzkittel. Und wenn Ausrüstung geliefert werden kann, ist sie meistens auch noch überteuert. In Freiburg wurde jetzt eine kreative Lösung gefunden, mit der zumindest ein bisschen Abhilfe geschaffen wird. Das Evangelische Diakoniekrankenhaus Freiburg, das Theater und der städtische Arbeitskreis Kliniken haben gemeinsam ein angepasstes Schnittmuster entwickelt.


Aus Dampfsperren, die normalerweise beim Hausbau beim Dämmen und Isolieren zum Einsatz kommen, werden von Theatermitarbeitern, die bereits Mund-Nasen-Schutzmasken hergestellt haben, rund 500 Schutzkittel genäht. Sie sollen robust und wasserdicht sein, und es soll sowohl einen Frauen- als auch einen Männerschnitt in jeweils zwei Größen geben.



"Not macht erfinderisch", erklärte Oberbürgermeister Martin Horn, der sich auf seiner Facebook-Seite in dem Kittel zeigte. "Unsere Kittel gewinnen vielleicht keinen Schönheitspreis, sind dafür aber wiederverwendbar." Außerdem würden die "Selfmade-Kittel" pro Stück nur knapp vier Euro kosten, während für die kaum lieferbaren Einwegkittel derzeit bis zu 28 Euro verlangt würden. "Wir können das Pflegepersonal unterstützen – und nachhaltig ist die Lösung noch dazu", freute sich Horn.

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