Club der Freunde

Interview

Chef der Freiburger Abfallbehörde zur Vermüllung der Stadt: "Ich habe keine Lösung"

Der Gemeinderat hat beschlossen: Freiburg soll sauberer werden. Doch der Chef der Abfallbehörde, Michael Broglin, ist erstaunt über vermüllte Plätze und Leute, die ihren Dreck einfach liegenlassen.

Die Themen Müll und Sauberkeit haben es bis in den Gemeinderat geschafft – nicht zuletzt, weil es viele Menschen beschäftigt, wie es nach Wochenenden auf dem Platz der Alten Synagoge oder am Dreisamufer aussieht. Nun sollen die Bußgelder erhöht werden, wenn Leute Flaschen oder Pizzakartons liegenlassen. Ginge es nicht anders? Michael Broglin ist Chef der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung (ASF).
BZ: Ist Freiburg noch eine saubere Stadt?

Broglin: Ich halte Freiburg von 7 bis 21 Uhr für eine saubere Stadt. Dann aber hören wir auf, zu reinigen, und dann vermüllt die Stadt extrem. Toi, toi, toi haben wir wenigstens kein Kaugummi-Problem, das ist in anderen Städten massiv anders. Bei uns sind es eher Flaschen; die zersplittern und verkanten sich im Pflaster, das kriegt man mit der Kehrmaschine gar nicht raus, da muss man von Hand ran. Aber ich halte Freiburg noch immer für eine saubere Stadt, das bestätigen auch Kollegen aus anderen Städten.

BZ: Ist denn die Müllabfuhr im Vergleich zu anderen Städten groß genug?

Broglin: Wir sind personell eher an der Untergrenze.

"Wir müssen halt mit dem auskommen, was geht. "
BZ: Wir hören raus, dass Sie eigentlich mehr säubern müssten, aber an personelle Grenzen ...

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