Naturschutz

Am Wochenende ruft der Nabu zum Vögel zählen auf

Maya Schulz

Wie viele verschiedene Vögel leben in deutschen Gärten? Das will der Nabu jedes Jahr im Mai herausfinden und initiiert die "Stunde der Gartenvögel". Vom 13. bis 16. Mai kann jeder eine Stunde Vögel zählen und dem Nabu damit helfen.

Vom 13. bis 16. Mai ist es wieder soweit: Wie jedes Jahr findet auch 2021 am zweiten Maiwochenende die "Stunde der Gartenvögel" statt. Diese bundesweite Aktion des Nabu dient seit 2005 zur jährlichen Bestandsaufnahme der Vogelarten in deutschen Gärten. An dieser "Inventur" der besonderen Art können alle Naturfreunde und Naturfreundinnen teilnehmen, die Lust haben, eine Stunde lang alle Vögel, die sie sehen oder hören, im Garten, auf dem Balkon oder im benachbarten Park zu zählen und zu notieren. Wichtig ist, dass nur die höchste Anzahl jeder Art aufgenommen werden soll, die sich gleichzeitig im Sichtfeld befindet oder gehört wird. Ansonsten läuft man Gefahr, dasselbe Tier immer wieder zu zählen.

2020 war Beteiligungs-Rekordjahr: In Freiburg zählten 360 Vogelfreunde insgesamt 5213 Vögel. An der Aktion kann sich die ganze Familie beteiligen und es gibt tolle Preise zu gewinnen, die unter allen Teilnehmenden verlost werden. Bis zum 24. Mai können sie ihre Zählergebnisse per Online-Formular, via App oder telefonisch melden. Um die Vogelarten zu erkennen und den Überblick zu behalten, ist die Zählhilfe des Nabu hilfreich. Alle Informationen, Zählhilfe und Anmeldeformular gibt es hier.

Bewusstsein für die Veränderungen in der Natur ist gestiegen

Die "Stunde der Gartenvögel" ist ein wichtiger Beitrag für Umweltschutz im Kleinen, den jeder Freiburger und jede Freiburgerin zuhause betreiben kann. "Im Corona-Sommer 2020 und das gesamte Jahr über haben sich insgesamt viel mehr Menschen in der Natur rund um Freiburg aufgehalten, anstatt für den Sommerurlaub ans Mittelmeer zu fliegen. Dadurch steigt insgesamt das Bewusstsein für die Veränderungen in der Natur, das Bestreben, etwas für die Natur zu tun", sagt Christine Hercher vom Nabu Bezirksverband Südbaden. Um etwas für heimische Arten zu tun, könne man darauf achten, den eigenen Garten möglichst "naturnah" zu gestalten, indem man zum Beispiel eine wilde Ecke belässt, den Rasen nicht zu kurz mäht und heimische, möglichst mehrjährige Pflanzen aussäht. Diese Vielfalt bedeutet mehr Lebensraum für verschiedene Vogel- und Insektenarten und außerdem eine größere Nahrungsgrundlage für Insekten, die wiederrum Proteinquelle für Vögel sind. Darüber hinaus kann man Nisthilfen anbringen und bei heißen Temperaturen Wasserschalen aufstellen, um das heimische Gartenbiotop zu unterstützen. Als Hecke bieten sich Dornensträucher wie Wildrose und Weißdorn an, denn sie dienen vielen Vogelarten als natürlicher Schutz.

Wer sich über die "Stunde der Gartenvögel" hinaus für den Nabu engagieren und an Aktionen teilnehmen möchte, kann sich bei Christine Hercher für den Nabu-Verteiler anmelden, durch den man keine Aktion verpasst: christine.hercher@nabu-bw.de
  • Was: Jährliche Vogelinventur "Stunde der Gartenvögel" des Nabu
  • Wann: 1 Stunde im Zeitraum 13. bis 16. Mai 2021, Ergebnisse können bis zum 24. Mai eingereicht werden
  • Wo: Im Garten, auf dem Balkon oder im anliegenden Park