Interview

Am Donnerstag beginnt das Greenmotions Filmfestival in Freiburg

Anika Maldacker

"Lösungsorientiert und positiv" – so will das Greenmotions Filmfestival, das ab Donnerstag im Kommunalen Kino in Freiburg beginnt, sein. Koordinatorin Julie Elbert über die Programmhöhepunkte.

Umweltschutz, Klimawandel, Ökologie: Das sind die Themen, die beim Internationalen Greenmotions Filmfestival im Fokus stehen. Am Donnerstag beginnt die siebte Ausgabe nach einem Jahr Corona-Pause. Anika Maldacker hat mit Festivalkoordinatorin Julie Elbert über die Höhepunkte gesprochen.

BZ: Das Greenmotions Filmfestival startet am Donnerstag im Kommunalen Kino mit Dokumentationen, Kurzfilmen, Workshops und Diskussionen. Welchen Programmpunkt würden Sie empfehlen?

Julie Elbert: Im Fokus steht in diesem Jahr das Thema "Unser Wasser", daher würde ich die beiden Eröffnungsfilme am Donnerstag ans Herz legen. Um 18 Uhr zeigen wir den Film "Coral Woman" der Regisseurin Priya Thuvassery. Dabei geht es um eine Taucherin, die im Golf von Mannar bei Sri Lanka auf das Korallensterben aufmerksam macht. Um 20.30 Uhr zeigen wir die Dokumentation "Waterproof" von Daniela König. Die Regisseurin erzählt von den ersten jordanischen Klempnerinnen und wie sie durch ihr Können Selbstbewusstsein erlangen. In dem Land dürfen Frauen keine fremden Männer ins Haus lassen, zudem herrscht Wasserknappheit. Ein Höhepunkt ist auch die Preisverleihung am Sonntag. Die Gäste können nach jedem Film über den Publikumsfavoriten abstimmen.
Zur Person: Julie Elbert, 41, ist Koordinatorin des Greenmotions Filmfestivals.

BZ: Wieso steht bei der diesjährigen Ausgabe das Thema "Unser Wasser" im Fokus?
Elbert: Es gibt jedes Jahr ein Schwerpunktthema rund um Ökologie. Bei den Filmeinreichungen sollen große Herausforderungen für die Menschheit wie der Klimawandel Thema sein. Wir legen bei der Auswahl besonderen Wert darauf, dass die Filme lösungsorientiert und positiv sind. Uns ist wichtig, dass darin Lösungen für große Herausforderungen vorgestellt werden. Aber natürlich achten wir auch auf eine breite Auswahl an internationalen Filmen, und auch die Qualität muss stimmen. Die Themen können auch über den Ökologie-Aspekt hinausgehen. Beispielsweise gibt es bei der diesjährigen Edition Filme zum Thema Humangenetik und Wohnproblematik. Das Fokusthema "Unser Wasser" haben wir bereits im vorigen Jahr festgelegt, als das Festival pandemiebedingt nicht stattfinden konnte. Einige Filme wurden im vergangenen Jahr eingereicht, andere in diesem Jahr.

BZ: Auch eine Freiburger Filmemacherin stellt ihren Film vor.

Elbert: Ja, am Samstag um 20.30 Uhr zeigen wir den Kurzfilm "What life should be about" der Freiburger Filmemacherin Sarah Moll als Premiere. Darin geht es um das Berufsbild der Fahrradkuriere in verschiedenen europäischen Städten. Es geht um Freiheiten und Hürden beim Transportmittel Fahrrad. Der Film spielt zum Teil auch in Freiburg. Nach der Vorführung findet ein Filmgespräch statt.
Was: 7. Internationales Greenmotions Filmfestival
Wann: Donnerstag, 11., bis Sonntag, 14. November
Wo: Kommunales Kino, Urachstraße 40
Info: Reservierung empfohlen. Besucher entscheiden selbst nach dem Film, wie viel sie bezahlen wollen
Programm, Corona- Regeln: greenmotions-filmfestival.de