E-Werk

Aktueller denn je: Studierende bringen Millers "Hexenjagd" auf die Bühne

Maya-Katharina Schulz

Arthur Miller brachte "Hexenjagd" 1953 zu Papier und die Studierenden der Freiburger Schauspielschule bringen es 2020 auf die Experimentalbühne im E-Werk. Und eines wird dabei klar: Das Stück hat keineswegs an Aktualität verloren!

Das Theaterstück "Hexenjagd" basiert in seiner Grundidee auf der Verfolgung der Kommunisten im Rahmen der McCarthy-Ära (1947 bis etwa 1956). Miller verknüpfte seine Beobachtungen aus dieser Zeit mit einem bereits einige Jahrhunderte zurückliegenden Verbrechen: den Hexenprozessen in Salem, einer Gemeinde im heutigen US-Bundesstaat Massachusetts.


Millers Stück spielt im Jahr 1692 und dreht sich rund um das Thema Ängste und Lügen. Wie kann es geschehen, dass ein scheinbar harmloses Ereignis eine Massenhysterie verursacht, die zu Fanatismus und der Verbreitung diffuser Ängste führt? Welche Rolle spielen Lügen und alternative Fakten für das Wachstum eines Nährbodens für Hass? Und welche Folgen hat es, ist solch ein Nährboden erst einmal geschaffen?

Unter der Regie von Markus Schlüter und musikalisch begleitet von Hannah Schwegler bringt das 15-köpfige Ensemble von Studierenden der Freiburger Schauspielschule "Hexenjagd" auf die Experimentalbühne und erinnert uns damit wieder einmal mehr daran, dass diese Fragen zeitlos wie eh und je sind und dass gewisse Strukturen von Massenhysterie und Fanatismus auch heute noch genauso zu funktionieren scheinen wie vor 300 Jahren.
Wann: Do 30.01., Fr 31.01., Sa 01.02. und So 02.02. 18 Uhr
Zusatzvorstellungen: So 09.02., So 16.02. 18 Uhr im Crash
Wo: Experimentalbühne im E-Werk, Ferdinand-Weiß-Str. 6a
Eintritt: 15 Euro, ermäßigt: 12 Euro, am Studententag (30. Januar): 8 Euro
Tickets: Experimentalbühne Freiburg