Digitalien

1000 Zeichen Liebe: Social Media in Corona-Zeiten

Carolin Johannsen

Ohne Social Media hätte sie den Lockdown nicht durchgehalten: fudder-Autorin Carolin Johannsen beschreibt in 1000 Zeichen, wie sie sich Dank der neuen Technologien in der Isolation nicht einsam fühlte.

Ein einsamer Abend, andauernde Langeweile und monotone Tage – in Zeiten von Corona gewinnt die Gleichförmigkeit Überhand. Ohne Kontakte, ohne Aktivitäten, ohne Abwechslung ist es nicht leicht, nicht den Verstand zu verlieren. Social Media hat mir geholfen, durchzuhalten.


Ich erinnere mich an den ersten Lockdown, die fehlende Uni, die Quarantäne, den erneuten Lockdown. Das alles sind schwierige Abschnitte, dich ich mir mit Hilfe von Sozialen Medien so erträglich gemacht habe, wie möglich.

"Meine Bildschirmzeit ist gestiegen, ist das schlimm?"
Wir haben schon Glück, dass die Pandemie in einer Zeit ausbricht, in der wir dank Technologien Kontakte knüpfen und halten können, ohne physisch am selben Ort zu sein. Ob der Kontakt zu Risikopersonen oder zur Pflege der Fernbeziehung – ohne Whatsapp und Co. wäre das nicht so leicht möglich.

Meine Bildschirmzeit ist im letzten Jahr gestiegen – keine Frage. Aber ist das so schlimm? Natürlich habe ich Netflix und Instagram für Ablenkung genutzt, bei Online-Spieleabenden mitgemacht und mit Freunden über Zoom angestoßen. Natürlich war das komisch, natürlich war es nicht wie zu normalen Zeiten, aber immerhin war es etwas.

Etwas, das ohne Soziale Medien nicht möglich wäre. Diese Kreativität macht mir Hoffnung. Hoffnung darauf, dass das "Social" in Social Media vielleicht doch ein wenig Wahrheit beinhaltet.

Mehr zum Thema: