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Polizei nimmt 40-jährigen Lkw-Fahrer aus Südbaden im Mordfall Carolin G. fest

Die Polizei hat im Mordfall Carolin G. einen Tatverdächtigen festgenommen. Es handelt sich um einen 40-jährigen Lkw-Fahrer, der in Südbaden lebt. Er soll auch für den Tod von Lucile K. in Österreich verantwortlich sein. Die Pressekonferenz in Endingen (Fotos) zum Nachlesen und in Videos:

Was wir wissen:
  • Der festgenommene Tatverdächtige ist ein 40-jähriger Lkw-Fahrer und lebt in der Region Südbaden. Er stammt aus Rumänien.
  • Der Festgenommene befindet sich in U-Haft und bestreitet die Taten.
  • Eine DNA-Spur sowie Mautdaten führten die Polizei auf die Fährte.
  • Der Mann wurde am Arbeitsplatz in Südbaden festgenommen.
  • Der Tatverdächtige soll auch für den Tod von Lucile K. im österreichischen Kufstein verantwortlich sein.
  • Die Tatwaffe war eine Eisenstange: eine Hubstange, wie sie bei Lastwagen benutzt wird.
  • Die Spur Nummer 4334 führte die Ermittler zu ihm.
  • Es wird wohl zwei Prozesse geben: einen in Deutschland, zum Fall Carolin G. aus Endingen. Und einen in Österreich. Dabei wird es um die Tötung von Lucile K. in Kufstein gehen.

Was wir nicht wissen:
  • Zum Umfeld des Tatverdächtigen gibt die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen und zum Personenschutz noch keine Details heraus. Ist der Fernfahrer verheiratet, hat er Kinder?
  • Wie belastbar wäre die DNA-Spur in einem Gerichtsverfahren?
  • Waren die Taten spontan oder geplant? Was war das Motiv?
  • Hat der Tatverdächtige möglicherweise noch mehr Taten begangen?

Video: Wie genau kamen die Ermittler dem Täter auf die Spur?



15:58 Uhr: Dann bedankt sich noch Walter Roth für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Medien und bei den Endingern für die Unterstützung. "In dieser Form haben wir das noch nie erlebt." Abschließend gibt es Applaus von den Endingern für die Ermittler.

15:58 Uhr: Damit ist die PK wirklich beendet.

15:57 Uhr: Nach dem politischen Statement sagt Bürgermeister Schwarz: "Uns in Endingen fällt ein Stein vom Herzen. Aber unter diesem Stein bleibt eine Wunde sichtbar, die wir weiter mit uns herumtragen werden."

15:57 Uhr: Schwarz: "Manchmal statten wir unsere Ermittlungsbehörden nicht mit allem aus, was möglich ist." Dabei bezieht er sich auf das DNA-Phantombild, was in den Niederlanden erlaubt ist.

15:56 Uhr: Schwarz: "Wir haben Dank zu sagen dafür, dass sie drangeblieben sind und alles ausgewertet haben, was ihnen zur Verfügung stand."

15:55 Uhr: Damit ist die Pressekonferenz der Polizei beendet. Der Endinger Bürgermeister Hans-Joachim Schwarz tritt ans Pult. Er beglückwünscht die Ermittler zu diesem Erfolg.

15:54 Uhr: Frage: Wie sind die Familienverhältnisse des Mannes? Kerber: "Dazu können wir noch nichts sagen, aus Gründen der Ermittlungstaktik und des Persönlichkeitsschutzes."

15:53 Uhr: Fragen von BZ-Redakteur Franz Schmieder: Wieso war das Auto des Täters nicht bei den 400 untersuchten Wagen dabei? Wie wurden die 50000 Datensätze reduziert? Kerber antwortet: "Der Wagen war in einem anderen Zulassungskreis angemeldet. Ob ein anderes Kennzeichen benutzt wurde, wissen wir nicht. Über die Standzeiten in Kufstein und über die Hubstange, konnte diese einem bestimmten LKW-Typ zugeordnet werden."

Video: Was sagen Sie zum Ermittlungserfolg, Herr Bürgermeister?



15:50 Uhr: Frage: Wie lief die Vernehmung ab, wie hat er die Vorwürfe bestritten? Kerber: "Dazu können wir noch nichts sagen." Walter Roth vom Polizeirevier Emmendingen sagt: "Es gibt Gründe, warum wir gewisse Details noch nicht veröffentlichen können."

15:49 Uhr: Frage: Was war die entscheidende Spur? Kerber: "Die Leitspur ist die übereinstimmende DNA-Spur und die Indizien, die für ihn sprechen, wegen der der Kreis kleiner war. Die Mautdaten waren ein Baustein."

15:48 Uhr: Weitere Fragen: Seit wann lebt er in der Region? Oberstaatsanwalt Inhofer: "Das möchten wir derzeit nicht beantworten." War er vorbestraft und wie wurde er festgenommen? Leistete er Widerstand? Kerber,, Leiter Soko Erle: "Der Täter ist nicht vorbestraft. Die Festnahme lief ruhig ab, er ging mehr oder weniger freiwillig mit. Er wurde festgenommen, als die Spurengleichheit festgestellt war."

15:47 Uhr: Frage: Reichen die Indizien aus, um ihn zu überführen, wenn er weiter die Tat bestreitet? Inhofer: "Die Voraussetzung für eine U-Haft ist ein dringender Tatverdacht, der ist gegeben. Aber wir sind nicht im gerichtlichen Verfahren. Ob er verurteilt wird, entscheidet das Gericht nach der Hauptverhandlung. Davon sind wir noch weit entfernt."




15:46 Uhr: Frage: Wie gut ist die DNA-Spur? Stenger antwortet: "Für Datenbanken taugt sie nicht, aber für den direkten Vergleich reicht sie – aber nicht mit der üblichen Wahrscheinlichkeit."

15:45 Uhr: Frage: Hat der Festgenommene zum Zeitpunkt der Kufsteiner Tat schon hier in der Region gearbeitet? Inhofer, Leitender Oberstaatsanwalt Freiburg: "Wir wissen das, nennen das aber aus ermittlungstaktischen Gründen nicht."

15:44 Uhr: Auf die Frage: War Carolin G. ein Zufallsopfer? antwortet Kerber: "Diese Frage lässt sich abschließend nicht beantworten. Es spricht mehr für ein Zufallsopfer. Aber es muss noch ermittelt werden, ob Kontakte bestanden."

15:44 Uhr: Kerber sagt mehr zum mutmaßlichen Täter: "Er ist ein 40-jähriger LKW-Fahrer, rumänischer Staatsbürger. Wir sind in laufenden Ermittlungen, es sind zwei Taten, einige Ermittlungen stehen vor uns. Wir werden ihn und sein Leben uns genau ansehen, und dann später noch mehr zu ihm nennen."

15:43 Uhr: Kerber sagt nochmals: "Spur 4334 ist die Spurennummer des mutmaßlichen Täters."

15:42 Uhr: Kerber sagt zum Phantombild: "Es gab keine wesentlichen Unterschiede, aber erkennen hätte man ihn daran nicht können."

15:41 Uhr: Inhofer sagt: "Er wird wohl zwei Prozesse bekommen, also auch einen in Österreich." Kerber antwortet: "Das war sein Privatfahrzeug. Ein bau- und farbgleiches wurde von Zeugen gesehen. Er arbeitet in der Region und wurde am Arbeitsplatz festgenommen." Wo genau, will er aus Rücksicht auf Menschen, die zufällig mit ihm Kontakt hatten, nicht sagen.

15:40 Uhr: Ein Journalist vom Schwäbischen Boten fragt: Wo wurde er verhaftet? Was hat es mit dem Auto auf sich? Wird es zwei Prozesse geben?
Und wie gut war das Phantombild?

15:39 Uhr: Jetzt können Fragen gestellt werden.

Der BZ-Livestream von der Pressekonferenz:



15:38 Uhr: Inhofer dankt auch allen Hinweisgebern.
"Ohne deren Beobachtungen können wir Straftaten nicht aufklären."

15:37 Uhr: Auch Inhofer dankt den vielen Polizisten und für die Unterstützung der Endinger - und bei denen, die Belohnungen für die Ergreifung des Täters aussetzen wollten.

15:36 Uhr: Inhofer: ""Dieser Fall ist ein Musterbeispiel, wie unerlässlich eine unkomplizierte vertrauensvoller Zusammenarbeit zwischen europäischen Ländern ist."

15:34 Uhr: Inhofer: "Auch beim Haftrichter machte er keine weiteren Angaben. Das AG Freiburg hat wegen dringenden Tatvorwurfs der Vergewaltigung und des Mordes Haftbefehl erlassen. Im Haftbefehl steht nur die Endinger Tat, weil ein Ausländer für eine Straftat im Ausland mit Ausländischem Opfer nicht in Deutschland vor Gericht gestellt werden kann. In Österreich ist das andersrum genauso."

15:34 Uhr: Zum weiteren Ablauf spricht Dieter Inhofer, Leitender Oberstaatsanwalt Freiburg: "Der Beschuldigte wurde sehr ausführlich vernommen. Er hat beide Tatvorwürfe bestritten."

15:33 Uhr: Jetzt spricht Andreas Stenger, Leiter Kriminaltechnisches Institut: "Wir hatten in diesem Fall eine äußerst komplexe Spurenlage. Das hat das LKA in allen Disziplinen gefordert." Stenger ist stolz, dass das DNA-Material so weit aufbereitet werden konnte, dass es für einen Abgleich taugte. Über 1500 Spuren wurden ausgewertet, auch nachts, auch am Wochenende.

15:32 Uhr: Auch für Kerber ist es ein wichtiges Anliegen, sich bei allen Beteiligten zu bedanken.
Auch und insbesondere bei den Endingern. "Insgesamt gab es gut viereinhalbtausend registrierte Spuren und noch viel mehr Anrufe. Bei vielen Anrufen wurde die Betroffenheit spürbar - und der Wille, zu helfen."

15:29 Uhr: Kerber: "Aufgrund dieser Indizien verdichtete sich der Verdacht, es wurde Kontakt mit ihm aufgenommen und eine Speichelprobe untersucht. Gestern 13:40 kam die Nachricht: Es ist der Spurenleger beider Tatorte. Er wurde festgenommen, dem Haftrichter vorgeführt und befindet sich in Untersuchungshaft."

15:28 Uhr: Kerber: "Und er verfügt privat über ein Fahrzeug, dessen Fabrikat gesucht wurde. Über 400 Halter dieses Fahrzeugs wurden überprüft. Ein solches Fahrzeug wurde am Tattag in der Nähe gesehen."

15:28 Uhr: Kerber: "Am Mittwoch antwortete eine Spedition, teilte mehrere Personalien von Fahrern mit." Mehrere Indizien führten zum Festgenommenen: "Er hat Wohnsitz und Arbeitsstelle in der Region. Er war am Tattag in der Funkzelle am Tatort eingeloggt."

15:27 Uhr: Kerber: "Auch die Hubstange konnte einem bestimmten LKW-Typ zugeordnet werden, was die Anzahl der infrage kommenden zu reduzieren. Dann wurden die infrage kommenden Speditionen angeschrieben."

15:26 Uhr: Kerber: "Die Österreicher haben der Soko Erle österreichische Mautdaten zur Verfügung gestellt – insgesamt 50.000 Datensätze. Es gelang, eine geringe Zahl LKWs, die zur Tatzeit in Kufstein standen, herauszufiltern."

15:25 Uhr: Jetzt spricht Leitender Oberstaatsanwalt Freiburg, Richard Kerber: "Wir gingen also davon aus, dass wir gegen den gleichen Täter ermitteln. In Kufstein war eine Hubstange Tatwerkzeug. Beide Tatorte liegen in Autobahnnähe, in beiden Fällen war LKW-Fahrverbot." Ein separater Ermittlungskomplex folgte der LKW-Spur. Das Ziel: den Kreis möglicher Tatverdächtiger einzugrenzen.

15:25 Uhr: Pupp: "Uns fällt ein Stein vom Herzen. Auch die Eltern von Lucile K. hatten nicht mehr daran geglaubt, dass der Täter noch gefunden wird."

15:24 Uhr: Pupp: "Auf der Suche nach ähnlichen Taten in Italien und Deutschland stießen die Tiroler Polizisten auf die Soko Erle, wo es viele Gemeinsamkeiten gab, zB. dass es auch ein Sonntag war."

15:23 Uhr: Pupp: "Durch Kufstein führt die Inntalautobahn, 2,5 Mio LKWs fahren da durch im Jahr. Tattag war ein Sonntag, da ist LKW-Fahrverbot auch in Österreich."

15:22 Uhr: Pupp: "Die Handtasche fehlt, es könnte ein Raub gewesen sein, nur ein ganz leichter sexueller Übergriff wird festgestellt."

15:22 Uhr: Pupp: "Auch in Kufstein gab es eine schlechte Spurenlage, so gut wie keine Augenzeugen und schlechtes DNA-Material. Aber Taucher der Polizei fanden eine Eisenstange im Fluss, daran befand sich Opfer-DNA. Das Tatwerkzeug."

15:21 Uhr: Pupp: "Am 12.1.14 geht eine junge Frau gegen Mitternacht zu ihren Freundinnen. Die Kommunikation via Handy bricht plötzlich ab, bis zum nächsten Morgen hört man nichts mehr, die Freunde stellen eine Vermisstenanzeige und die Polizei findet die erschlagene junge Frau, Lucile K. aus Frankreich, die in Kufstein studierte. Kufstein ist eine Grenzstadt zu Bayern, 18000 Einwohner, mit einer Fachhochschule mit Studenten aus aller Welt. Lucile K. war ein Zufallsopfer, die Tat hätte jedem passieren können. So gab es auch in Kufstein ein enormes Unsicherheitsgefühl."

15:19 Uhr: Walter Pupp, Leiter LKA Tirol, schildert jetzt den Kufsteiner Fall.

15:19 Uhr: "Die Spurenlage in Endingen war schlecht, weil es in den Tagen im November stark regnete. Dadurch wurden viele Spuren vernichtet. Aber es gelang doch, täterrelevante DNA-Spuren am Opfer zu sichern. Am 17.1.17 gab es dann den positiven Abgleich mit der Täter-DNA aus Kufstein.
Darauf folgte eine intensive Zusammenarbeit."

15:17 Uhr: Kerber: "Bei den Ermittlungen war besonders wichtig, dass es kurz zuvor die Tote am Dreisamufer in Freiburg gab. Ein Zusammenhang konnte nicht ausgeschlossen werden. Die Ermittlungen ergaben aber keinen Zusammenhang."

15:16 Uhr: Kerber: "Insbesondere die Entwicklungen der letzten Tage sind wichtig, aber zunächst geht es um die Vorgeschichte. Nach der Vermisstenmeldung wurden intensive Suchmaßnahmen eingeleitet. Aber die Vermisste wurde erschlagen aufgefunden. Sie wurde Opfer einer Sexualstraftat."

15:15 Uhr: Beamte aus Karlsruhe, Offenburg Mannheim und Göppingen waren dabei, dazu Hubschrauber, Hundeführer, Kriminaltechnik, operative Fallanalyse. Außerdem dankt Egetemaier den Endingern. "Es war wohltuend, wie sie uns unterstützt haben". Auch den Medien dankt er für die Berichterstattung und die Geduld. Jetzt erzählt der Leiter Soko Erle Richard Kerber, wie der Erfolg gelang.

15:13 Uhr: "… weil es nur vier Wochen zuvor die 60-köpfige Soko Dreisam gab. Die Soko Erle hatte bis zu 50 Beamte. "Wir waren an der Schmerzgrenze. Es war kein Sprint, sondern ein Ausdauerlauf. Das war nur durch die Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen möglich."

15:11 Uhr: "Ich hoffe jetzt, dass unsere Region zur Ruhe kommen kann, und dass das verletzte Sicherheitsgefühl wieder heilen kann" Nun spricht Leitender Kriminaldirektor Egetemaier: "Wir sind glücklich und erleichtert, Sie über den Ermittlungserfolg informieren zu können". Die Kripo Freiburg war in einer absoluten Ausnahmesituation.

15:10 Uhr: "Den Kollegen ist ein kriminalistisches Meisterstück gelungen. Spur 4334 hat zum Täter geführt. Besonderer Dank an Kerber vom Kriminalkommissariat EM. Auch Dank an Stenger für tausende Stunden Laborarbeit und akribische Kriminalistik."

15:09 Uhr: Er ist seit heute Nachmittag in U-Haft
die Ermittlungen werden nun chronologisch vorgestellt. Darum spricht jetzt Rotzinger: "Wir haben in monatelanger akribischer Ermittlungsarbeit den Täter gesucht, der Carolin Gruber getötet hat. Die Tat hat nicht nur die Familie, sondern auch Stadt, Kaiserstuhl und Region stark belastet. Wrr waren am PPFR bis an die Grenzen belastet und sind dankbar für die Unterstützung."

15:08 Uhr: Ihm wird die Tötung von Carolin Gruber zur Last gelegt. Er steht auch im Verdacht, eine Frau in Kufstein vergewaltigt und getötet zu haben.

15:07 Uhr: Es wurde laut Inhofer ein 40 -jähriger LKW-Fahrer festgenommen. Es handelt sich um einen rumänischen Staatsbürger.

15:06 Uhr: Auch Inhofer begrüßt die Bürger.

15:04 Uhr: Roth begrüßt auch die Bürger Endingens. Es sei zwar nicht üblich, dass Pressekonferenzen öffentlich sind, aber diese sei eine besondere Situation.

15:03 Uhr: Roth stellt das Podium vor, beginnend mit Walter Pupp, dem LKA-Leiter aus Tirol.

15:02 Uhr: Roth: "Heute ist ein guter Tag, aber dennoch sind wir in unseren Gedanken bei den Familien der Opfer."

15:01 Uhr: Walter Roth spricht zuerst: "Wir haben Endingen bewusst als Austragungsort für die PK gewählt."

14:59 Uhr: Auf dem Podium sitzen (v.l.) Andreas Stenger, Leiter Kriminaltechnisches Institut; Peter Egetemaier, Leitender Kriminaldirektor, Leiter Kriminalpolizeidirektion; Bernhard Rotzinger, Polizeipräsident; Dieter Inhofer, Leitender Oberstaatsanwalt Freiburg; Richard Kerber, Leiter Soko Erle; Walter Pupp, Leiter LKA Tirol.

14:56 Uhr: Während noch das letzte Mikro gerichtet wird, wird es still im Saal, die Protagonisten sind auf dem Podium, gleich geht's los.

14:49 Uhr: Die Polizei plant mit einer Stunde Dauer für die Pressekonferenz.

14:48 Uhr: Private und öffentlichrechtliche Fernsehsender übertragen live aus Endingen, auch die Polizei hat einen Facebook-Livestream – und natürlich die Badische Zeitung. Gut 15 Kameras sind auf das Rednerpult gerichtet, die Mikrofone sind aufgebaut.

Vor dem Beginn der Pressekonferenz in Endingen

Die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Freiburg haben für Samstag, 15 Uhr, zu einer gemeinsamen Pressekonferenz zur Sonderkommission "Erle" nach Endingen eingeladen. Bis dahin, so die Klarstellung der Polizei, wollen die Ermittler keine weiteren Auskünfte erteilen.

Nach BZ-Informationen hat die Polizei einen Mann festgenommen, der Anfang November 2016 die 27-jährige Endingerin Carolin G. getötet haben soll. Bestätigt wurde die Festnahme aus dem Umfeld der Familie der Getöteten. Bei dem Verdächtigen soll es sich um einen Fernfahrer handeln. Ist der Verdächtige auch verantwortlich für den Tod von Lucile K., die 2014 im österreichischen Kufstein umgebracht wurde?

Dass beide Fälle etwas miteinander zu tun haben, dafür spricht auch, dass ein österreichischer Polizeichef am Samstag in Endingen anwesend sein soll: Nach Informationen der Tiroler Tageszeitung wird LKA-Chef Walter Pupp von der Landespolizeidirektion Tirol an der Pressekonferenz in Endingen teilnehmen. Die Innsbrucker Zeitung zitiert Pupp am Samstag mit den Worten: "Die Hinweise sind sehr konkret, dass der mutmaßliche Mörder von Lucile gefasst wurde."

Rückblick: Die Verbindung der Fälle Carolin G. und Lucile K.

Die Polizei hatte bislang mit einem Phantombild nach einem Verdächtigen gesucht, der womöglich Fernfahrer sei. Ein Spürhund hatte in Endingen auf Geruchsspuren von der Kleidung der 20-jährigen Lucile K., die im Januar 2014 in Kufstein ermordet worden war, angeschlagen. Die deutschen und österreichischen Ermittler gehen seit Januar aufgrund übereinstimmender DNA-Spuren mit "hoher Wahrscheinlichkeit" vom gleichen Täter aus. Ausschlaggebend waren die kriminaltechnischen Abgleiche. Die "Soko Erle" in Freiburg arbeitete mit den Kollegen in Kufstein zusammen – und fing an, Endinger zu vernehmen, die oft in Österreich Urlaub machen.
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