Niantic löscht Pokéstops in Düsseldorf – ist Freiburg als nächstes dran?

Konstantin Görlich & dpa

Vier Pokéstops an einem Ort, dazu Verkehrsprobleme: In Düsseldorf sind umstrittene Pokéstops gelöscht worden. Wann werden die Freiburger Jagdgründe hinter dem Münster gelöscht?

Nach dem wochenlangen Pokémon-Hype auf der Düsseldorfer Kö hat der Spieleentwickler Niantic dort zwei der vier Pokéstops abgeschaltet. Die Stadt hofft, dass sich dadurch auf die Girardet-Brücke deutlich weniger Pokémon-Go-Spieler versammeln, die den Verkehr behindern.


In den Sommerferien musste die Brücke, an der es gleich vier Pokéstops gab, wegen der vielen Spieler zeitweise für den Verkehr gesperrt werden. Deshalb häuften sich Klagen von Geschäftsleuten auf der teuren Düsseldorfer Einkaufsstraße. Der Spielhersteller habe daher am Mittwoch zwei für das Spiel wichtige Pokéstops abgeschaltet, teilte die Stadt mit.

Wann ist Freiburg dran?

Auch in Freiburg gibt es einen umstrittenen Ort mit vier Pokéstops: den Platz bei der Münsterbauhütte in der Herrenstraße, hinter dem Münster. Nach vereinzelten Meldungen wegen Ruhestörung und wegen angeblicher Verkehrsprobleme hatte die Stadtverwaltung auch hier die Löschung beantragt – und sich bislang auch durch eine Online-Petition nicht davon abbringen lassen.

Unbekannt war, ob Niantic jemals auf solche Löschgesuche reagieren würde, und wie lange das dauert – bisher. Ist es jetzt auch in Freiburg nur noch eine Frage der Zeit? Wann das Freiburger Pendant zur Düsseldorfer Pokémonbrücke tatsächlich gelöscht würde, ist schwer vorherzusagen.

In Düsseldorf stand der Hotspot bereits wenige Tage nach dem Deutschlandstart des Spiels in der Öffentlichkeit. In Freiburg war das ähnlich. Über das Ansinnen Düsseldorfs, die Pokéstops löschen zu lassen, wurde erstmals am 11. August berichtet. Dass Freiburg ähnliches beantragt hatte, wurde erst am 2. September bekannt. Wenn Niantic für beide Anträge gleich viel Zeit benötigt, ist etwa Ende September Schluss. Spätestens.