Achterbahn fahren für die Wissenschaft

Konstantin Görlich

Eigentlich sind Selbstversuche bei Jugend forscht nicht so gerne gesehen. Aber dieser hier macht einfach Spaß. Lea Ade und Ronja und Kirsi Schweiger sind Achterbahn gefahren. Für die Wissenschaft, denn sie haben die Kräfte gemessen, die unterwegs wirken. Ob jemandem schlechtgeworden ist?



Bei diesem Projekt ging es um die Beschleunigungskräfte, die während der Achterbahnfahrt auf die Passagiere wirken. Gemessen haben die Dreizehnjährigen mit ihren - speziell gegen wegfliegen gesicherten - Smartphones. Das Projekt tritt nicht nur in der Kategorie „Schüler experimentieren“ bei Jugend forscht an, sondern auch bei "Science on Stage“, einem europaweiten Wettbewerb, bei dem es in diesem Jahr um G-Kräfte in Achterbahnen geht. Die Werte werden nach der Messung grafisch aufbereitet und dargestellt.


Sechs Bahnen im Europapark haben die Mädels unter die Lupe genommen: EuroSat, EuroMir, Matterhorn-Blitz, Schweizer Bobbahn, Bluefire und Wodan. Letztere gleich 5 mal, zur statistischen Absicherung der Ergebnisse. Zur Erinnerung: 1 G ist die Erdbeschleunigung, die kennt man aus dem Alltag. Ein kräftig motorisiertes Auto drückt einen mit 0,3 oder 0,4 G in den Sitz. Nichts im Vergleich zu Wodan, wo das Team einen Spitzenwert 3,05 G vertikal feststellte. Das schafft das Space Shuttle beim Start auch. Und der Silverstar? Hatte im Winter leider geschlossen.



Übrigens: so richtig schlecht geworden ist den Mädchen bei den Fahrten kein einziges Mal. Im Gegensatz zu ihrem Lehrer Peer Millauer vom Goethe-Gymnasium Emmendingen: EuroMir rückwärts war zu viel für ihn.

Mehr dazu:

Was: Regionalwettbewerb Südbaden – Jugend forscht
Wann: Dienstag und Mittwoch, 3. und 4. Februar 2015
Wo: Rothaus-Arena der Messe Freiburg
Eintritt: frei
Disclosure

Fudder ist Medienpartner des Regionalwettbewerbs Jugend forscht. Dieser wird in Südbaden zum zwölften Mal in Folge vom Waldkircher Unternehmen Sick AG durchgeführt. Im Rahmen dieser Kooperation gibt es wieder unser Forscher-Blog mit freundlicher Unterstützung der Sick AG. Wir versorgen euch von heute an wieder mit den interessantesten Themen rund um das Thema Jugend forscht.

[Fotos: Rostislav Glinsky/fotolia, Peer Millauer]