Was ist dein Stil, Tobias?

Christine Duttlinger & Benedikt Nabben

Wir stellen regelmäßig irgendwelchen Leuten in Freiburg die Frage: Was ist dein Stil? Diesmal: Tobias, 18, der als DJ Elexyum auflegt.



Die Kopfhörer um deinen Hals – Sind das modische Accessoires oder geht es Dir wirklich darum Musik zu hören?

Tobias: Ich habe schon darauf geachtet, dass die einigermaßen gut aussehen. Aber eigentlich ging es mir mehr um die Technik. Ich mache selbst Musik, und höre mir diese dann immer wieder an. Deshalb wollte ich auch keine ganz großen Kopfhörer, die im Alltag unpraktisch sind.

Was für Musik machst du? Und wie kleidest du dich an Auftritten?

Ich lege selbst auf: Dubstep und Drum'n'Base. Ich habe meistens ein Tanktop von Generation Sick an, das ist ein kleines Modelabel aus Lahr, das Freunde von mir betreiben. Die Klamotten haben auch oft Aufschriften, die sich auf Dubstep beziehen.


Morgens nach dem Aufstehen: wie stellst du dein Outfit zusammen?


Es soll zusammen passen und zeigen, dass ich nicht nur irgendwas anziehe. Auf Marken lege ich eigentlich nicht so viel Wert. Ich mag den V- Ausschnitt bei T-Shirts und Pullover, die so einen weiten Kragen haben, dass es fast schon ein Schal ist. Ich mag dieses Neuzeitliche/ Moderne, aber auch so eine Mischung. Wie jetzt zum Beispiel mit der Jacke, die ist etwas älter. Eigentlich würde ich mich auch eher in die Skaterszene einordnen. So wie ich jetzt aussehe, könnte ich auch gut ein Skateboard dabei haben.


Was gehört denn alles zu einem Skaterlook?


Unterschiedlich. Es gibt die Skater, die mehr so auf der Punkschiene sind. Die tragen dann Röhrenjeans und ein bisschen engere Sachen. Die Skater, die mehr so auf HipHop stehen, tragen dann oft Baggy-Jeans.

Skatest du selbst?

Ja!

Was für ein Typ Skater bist du?

Ich bin mehr der Punker. Früher war ich richtig Punk. Eher schon Emo kann man sagen.

Wie ist dein jetziger Stil entstanden?

Kleine Überreste aus der Punkzeit trage ich immer noch. Auf meinem Weg bis heute habe ich immer wieder einzelne Sachen behalten. Röhrenjeans und Tunnels zum Beispiel. Die einzelnen Sachen habe ich dann immer aufeinander abgestimmt.

Du stehst auf Piercings, oder?

Das sind 14 Millimeter Tunnels, aber ich hatte auch schon größere. In Afrika ist das ein Zeichen von Ausdauer und Kraft, weil man Schmerzen durchstehen muss, wenn das Ohrloch gedehnt wird. Dann habe ich mir gesagt: das hat einen guten Hintergrund, die lasse ich drin. Früher hatte ich auch noch vier Piercings an der Unterlippe, die habe ich aber 'raus gemacht.

Warum trägst Du deine Piercings an der Lippe nicht mehr?

In der Zeit, in der ich sie gemacht habe, war ich in so einer Fuck Off Stimmung und hatte mir gesagt: es ist mir egal was die anderen denken. Ich mache das jetzt für mich. Diese Einstellung habe ich dann über mein ganzes Leben ausgebreitet. Das hat mich schon ganz schön weitergebracht. Die Piercings an der Lippe habe ich raugemacht, weil ich jetzt 18 bin und es irgendwann auch auf den Beruf zugeht. Man kann nicht unbedingt mit Piercings vor dem Chef stehen und sagen „He, ich möchte mitmachen!“

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