Unternehmenslust

Studierende werden zu mutigen Erfindern beim Start-up Wettbewerb Spark

Marcia Hapig

Kreativ denken, sich mit anderen vernetzen und durch kluge Ideen die Welt ein bisschen besser machen? Das fördert der Sart-Up-Wettbewerb Spark, der noch teilnehmende Studierende sucht.

Corona vergraut deinen Alltag und sorgt für Langeweile und Eintönigkeit? Du hast Lust, mal wieder kreativ zu werden, an etwas mitzuwirken und Teil eines Teams zu sein? Trotz coronabedingter Einschränkungen stellen wir dir vor, wie du deine Energie in den nächsten Wochen umsetzen und einsetzen könntest – und dabei auch noch nachhaltig handelst: Der Start-up Wettbewerb Spark geht diese Woche in die zweite Runde. Jeder kann sich bewerben, selbst ohne eigene Ideen.

Ein Start-up Wettbewerb, um die Welt zu verbessern? Klingt eher nach romantischem Hollywoodstreifen und weltfremder Blauäugigkeit? In Freiburg geht die Idee an den Start, und zwar schon zum zweiten Mal. Spark ist ein Wettbewerb im Zeichen der Nachhaltigkeit, initiiert und organisiert vom Freiburger Foundersclub, mit prominenter Unterstützung von Bürgermeister Martin Horn und Prof. Dr. Kerstin Krieglstein, Direktorin der Albert-Ludwig-Universität Freiburg.

Der Aufruf, sich an Ideen und Lösungsvorschlägen für soziale wie auch ökologische Probleme zu beteiligen, richtet sich in erster Linie an Studierende unterschiedlichster Fachrichtungen. Jeder kann teilnehmen, jeder kann sich bewerben.
Vom kreativen Funke zum eigenen Start-Up: Der Gründerwettbewerb Spark

Es geht darum, etwas zu bewegen, "etwas anzuschieben", sagt der 24-jährige Jurek Henselmann vom Foundersclub. Die Welt des Enterpreneurships kennen zu lernen und ihr näher zu kommen, selbst ohne einen perfekten Businessplan im Kopf zu haben. Dem Foundersclub Freiburg ist es wichtig, insbesondere junge Leute zu motivieren, sich an neue und ökologisch relevante Themenfelder heranzuwagen, sowie Ideen zu kommunizieren, die alleine nie eine Chance gehabt hätten. Sozusagen ein "Spielplatz" für Kreativität und Schöpfergeist.

Wie das funktioniert?

Das insgesamt mehrere Wochen andauernde Event beginnt am 15.Mai, dem Kick-Off des Projektes. Die Bewerber würden bis zu diesem Datum in zwei unterschiedliche Pools aufgeteilt, erklärt Jurek, je nachdem, "ob sie eine eigene Idee mitbringen oder an etwas mitarbeiten wollen". Jedem Bewerber stehen insgesamt sechs Kategorien zur Auswahl, von technischer oder kreativer Affinität über soziales Engagement bis hin zu ökologischen Visionen. So bilden die Organisatoren am Kick-Off komplementäre Teams, optimalerweise bestehend aus sechs Personen, jeder stellvertretend für seinen favorisierten Bereich.

Ohne sich vorher aus Studien- oder Freundeskreisen zu kennen, startet jedes neu zusammengewürfelte Team mit denselben Ausgangsvoraussetzungen in den Wettbewerb und die 9-wöchige Vorlaufphase, bevor die anfängliche Idee schlussendlich vor einer ausgewählten Jury präsentiert werden soll.

Das Programm für die Teams besteht aus wöchentlichen digitalen Workshops aus unterschiedlichen Bereichen wie "Customer needs", "Rapid Prototyping" oder auch "Online Marketing". Angeleitet wird jeder Workshop von externen Speakern, die auf ihrem jeweiligen Fachgebiet Experten sind und ihre Erfahrung mit den Studierenden teilen. Einmal pro Woche bieten die Veranstalter allen Teilnehmenden außerdem die Möglichkeit, bei den sogenannten "Community Events" zusammen zu kommen, um sich auszutauschen und zu vernetzen.
"Durch das Programm sowie die Unterstützung von erfahrenen Mentor*innen und Foundersclub Mitgliedern werden die Ideen Schritt für Schritt realisiert und die Teilnehmenden an den Enterpreneurship Prozess herangeführt", erzählt Jurek. Einmal pro Woche bieten die Veranstalter allen Teilnehmenden außerdem die Möglichkeit, bei den sogenannten "Community events" zusammen zu kommen, um sich auszutauschen und zu vernetzen. Neu ist dieses Jahr auch, dass mehrere Universitäten aus dem Umkreis Freiburgs an dem Wettbewerb beteiligt sind, um das Netzwerk und die Kommunikation junger Gründerinnen und Gründer noch weiter auszubauen und die Chance auf noch mehr Vielfalt und Hintergrundwissen zu bieten.

Finale findet digital statt

Schlussendlich steuert das ganze Event auf den 17. Juli hin, den Tag der Präsentation und damit Demonstration, was in den letzten neun Wochen erschaffen und erreicht wurde. Für die Teams nicht nur eine fachliche Herausforderung, sondern auch eine Weiterentwicklung auf persönlicher Ebene. In jedem Prototypen und in jeder Umsetzung steckt ein Stück Persönlichkeit, viel Leidenschaft und Engagement. Das "Finale" wird corona-bedingt ebenfalls ein digitales Highlight. "Es ist auch für Freunde, Familien und sonstige Interessenten zugänglich", berichtet Jurek. Somit ist der "Demo Day" eine Veranstaltung, die über den bisherigen, bekannten Rahmen für die Wettbewerbsteilnehmer hinausgeht.

Letztes Jahr war das Team "Neobon" mit seiner Idee des "digitalen Kassenbons" weiterführend sogar auf Bundeslandebene erfolgreich. Die Jury vergibt drei Preise bezüglich der Kategorien "sustainability" (Nachhaltigkeit), "social impact" (der größten sozialen Einfluss) und "scalability" (Marktreife). Verbunden ist jede Auszeichnung mit einem Preisgeld von jeweils 2000 Euro.

Momentan liegen dem Freiburger Foundersclub an die 70 Bewerbungen vor, die maximale Anzahl ist jedoch noch nicht überschritten. Vor allem kreative Köpfe und auch weibliche Teilnehmer würden noch gesucht, meint Jurek. Bis zum Donnerstag, 13. Mai könnt ihr euch unter spark.foundersclub-freiburg.de bewerben.

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