Unfall in Freiburg

Kampfhund verteidigt gestürzte Radlerin – und attackiert Helfer

Joachim Röderer

Eine Radlerin stürzte am Samstag in Freiburg und verletzte sich schwer. Helfer kamen zunächst nicht an sie ran – weil die beiden Hunde der Frau diese verteidigten, so die Polizei.

Am Samstagmittag, gegen 12.30 Uhr, stürzte auf der Faulerstraße in der Freiburger Altstadt eine 54-jährige Fahrradfahrerin alleinbeteiligt und verletzte sich hierbei derart schwer, dass sie kurzzeitig das Bewusstsein verlor.

Die Radfahrerin führte zwei Hunde mit sich, wobei es sich bei einem Hund laut Polizei um einen Kampfhund handelte. Dieser war zwar angeleint, trug jedoch keinen Maulkorb. Während eine hinzugekommene Ersthelferin der verletzten Frau medizinische Hilfe leisten wollte, versuchten die Hunde der Radfahrerin diese zu verteidigen. Hierbei griffen sie auch den Hund der Helferin an und verletzten ihn durch zahlreiche Bisse derart stark, dass dieser noch vor Ort verstarb.

Auch der eingetroffene Rettungsdienst und Kräfte der Verkehrspolizei mussten die Polizeihundestaffel nachfordern, da sie aufgrund der aggressiven Hunde keinerlei Möglichkeiten hatten, sich der schwer verletzten, dringend Hilfe benötigenden Radfahrerin zu nähern. Erst nachdem die Hunde eingefangen und fixiert werden konnten, war eine medizinische Hilfe der Radfahrerin möglich. Diese wurde abschließend in eine benachbarte Klinik eingeliefert. Beide Hunde wurden zunächst dem Freiburger Tierheim übergeben.

Weitere Ermittlungen zu dem Kampfhund (American Staffordshire) dauern an. Die Verkehrspolizei Freiburg, Telefon 0761/882-3100, hat den Unfall aufgenommen und sucht weitere Zeugen, die Hinweise zum Unfallhergang machen können.