Hilfsorganisation

Der Tafelladen in Freiburg hat wieder geöffnet

Anja Bochtler

Zuletzt hatte die Freiburger Tafel nur vorgepackte Tüten ausgegeben. Seit Montag können die Kundinnen und Kunden der wieder selbst auswählen, welche Lebensmittel sie haben wollen.

Der Tafelladen für Menschen mit wenig Geld in der Schwarzwaldstraße 58 a ist nun wieder montags bis freitags von 10 bis 15.45 Uhr geöffnet. Wegen Corona war er bis Ostern zunächst ganz geschlossen gewesen, danach wurden sieben Wochen lang an zwei Tagen in der Woche vorgepackte Tüten ausgegeben.


Dank vieler Spenden von Privatpersonen und Unternehmen habe man in dieser Zeit den Laden corona-gemäß umgestalten können, sagt Annette Theobald, die Vorsitzende des Trägervereins "Freiburger Tafel". Unter anderem seien die großen Holztische durch kleinere Edelstahl-Tische ersetzt worden, die gut zu reinigen seien. Die Mitarbeitenden könnten dort mit ausreichend Abstand voneinander die Waren vorbereiten, zum Beispiel das Gemüse waschen.

Halb so viele Menschen wie früher dürfen im Laden sein

Neu ist, dass sich nun nur noch etwa halb so viele Menschen wie früher gleichzeitig im Laden aufhalten dürfen: Neben den sechs Mitarbeitenden – zwei, die Obst und Gemüse ausgeben, und jeweils eine Person am Einlass, an der Brottheke, an der Kasse und als Hilfe beim Einpacken – sollen nur vier Menschen gleichzeitig einkaufen können. Zudem sollen den Sommer über alle Türen offen sein, damit gut durchgelüftet ist. Und es gibt Schutzscheiben an den Stellen mit Kundenkontakt, dazu gilt die Maskenpflicht. Rund 160 von den 200 Ehrenamtlichen, die den Tafelladen in Schwung halten, wollen angesichts dieser Schutzvorkehrungen wieder mitarbeiten, sagt Annette Thebobald – viele hätten nachgefragt, wann es weiter gehe. Die meisten gehören zu den Älteren, die bei einer Covid-19-Infektion als besonders gefährdet gelten.

Die Kunden hätten sich bei der Tütenausgabe an alle Regeln gehalten. Alle seien zuversichtlich, dass nun im Laden alles ebenso unproblematisch klappen werde. Anders als bei der Tütenausgabe müssen die Kunden nun wieder ihre Kundenkarte vorzeigen oder, falls sie noch keine haben, Unterlagen vom Jobcenter oder Wohngeldbescheide, Einkommens- und Mietnachweise mitbringen.

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