Freiburg-Betzenhausen

Absperrungen sollen Schwanenbrut am Seepark vor Besuchern schützen

Anika Maldacker

Die meisten Jungschwäne am Freiburger Flückigersee sind schon geschlüpft, aber dennoch hat die Stadt das Nest nun doppelt geschützt. Zuvor sollen Besucher zu nah an das Nest gekommen sein.

Das Schwanennest am Flückigersee ist stark geschützt: Ein Bauzaun und ein Flatterband haben das Forstamt und das Garten- und Tiefbauamt am östlichen Ufer bei der abgesperrten Holzbrücke aufgestellt, um die Tiere vor ungebetenen Gästen abzuschirmen. "Das Flatterband haben wir erst vor wenigen Tagen angebracht, weil es Hinweise aus der Anwohnerschaft gab, dass noch ein Ei im Nest liegt", erklärt Andreas Schäfer vom Forstamt, der auch Wildtierbeauftragter der Stadt ist.

Außerdem wurde ihm immer wieder berichtet, dass Besucher die erste Absperrung umgingen. Die anderen Jungtiere seien schon geschlüpft und folgen der Schwanenmutter auch aufs Wasser. "Die Absperrung wird daher bald nicht mehr nötig sein, weil die Tiere bei Gefahr selbständig auf den See schwimmen", sagt Schäfer. Zuvor hatte er immer wieder Hinweise erhalten, dass Passanten zu nahe an die Brutstätte herankämen. Ob das Küken aus dem letzten Schwanenei im Nest aus diesem Grund noch nicht geschlüpft ist, könne er nicht sicher sagen. "Bei dem nasskalten Wetter kann es vorkommen, dass Vogelbruten eingehen", sagt Schäfer. Außerdem sei einer der Altvögel Ende März gestorben, weshalb nur noch ein Schwan habe brüten können.

Jungvögel müssen später ein eigenes Revier suchen

Am Dienstag konnte man am Seeparkufer ein kleines Naturschauspiel bewundern: Um das verbliebene Ei hat sich rund ein Dutzend Schildkröten versammelt. "Die Schildkröten nutzen solche Stellen gerne zum Sonnen, aber es gibt auch Arten, die sich von tierischem Eiweiß ernähren", erklärt Schäfer. Wie viele Jungschwäne schon geschlüpft sind, ist unklar. Wenn die Tiere ausgewachsen sind, werden sie von den Altvögeln vertrieben und suchen sich ihr eigenes Revier. Das Forstamt bittet, die Tiere nicht zu füttern und Abstand zu halten.