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16 fudder-Anekdoten aus 15 Jahren, die ihr noch nicht kanntet

fudder-Redaktion

Tote Goldfische, falsche verbundene Anrufer oder Nacktjogger-Fotos: Die fudder-Redaktion hat über die Jahre immer wieder merkwürdige Begegnungen gehabt. Diese Anekdoten aus den fudder-Gefilden kanntet ihr garantiert noch nicht.

1. Wie immer wieder falsch verbundene Anrufer die Redaktion erreichen

Jeder fudder-Redakteur oder -Redakteurin kann davon ein Lied singen: Wie oft Menschen bei fudder anrufen, die glauben, dass wir etwas gänzliches anderes machen, als Journalismus. Die Leute glaubten schon, dass wir einen Escortservice anböten, ein Wettbüro sind, ein Bio-Food-Lieferdienst hätten, Schülernachhilfeanbieten würden oder ein Reisebüro seien. Einmal rief einer an, der mit uns Bungee-Jumping machen wollte. Ein anderes Mal dachte ein Anrufer, wie seien ein Bestattungsinstitut, ein Luftballonladen oder ein Jobcenter.

2. Der Tag, an dem Marc Schätzle aus Versehen einen Schluck Fischwasser im Mund hatte

Er hatte versucht, das Wasser aus dem Aquarium zu lassen und dann nach eigener Wahrnehmung noch zwei Wochen später den Geschmack im Mund. Danach haben wir ernsthaft darüber diskutiert, ob wir zukünftig Plastikfische ins Aquarium vor die Webcam legen sollten.

3. Als das fudder-Team bei der Grimmepreisverleihung auf der falschen Seite aus der Limo ausgestiegen ist

Der rote Teppich und die Fotografen waren auf der anderen Seite.

4. Als immer wieder Nacktjogger-Fotos unter der Tür durch geschoben haben

Rückblick: Das Nacktjogger-Gewinnspiel

5. Als wir die VAG-Anagramme gemacht haben und die Marketingfrau der VAG um Rückruf bat

Mark Esslinger wurde danach nicht wie befürchtet zum Anwalt der VAG bestellt, sondern hat mit der VAG eine der allerersten Vermarktungskooperationen fudders vereinbart
6. fudder-Party nach dem Grimme-Award ohne Paul Kalkbrenner

Im Sommer 2007, nach dem Gewinn des Grimmepreises, fand eine große fudder-Party im Waldsee mit rund 1500 Besuchern statt. Unter den DJ-Kandidaten für das Headlining war auch Paul Kalkbrenner, damals noch ein No-Name, den wir für einige Hundert Euro Gage hätten buchen können. Die Wahl fiel dann aber auf Water Lilly. Das Amt für Öffentliche Ordnung zwang uns, die Party pünktlich um 3 Uhr zu beenden, wegen der Sperrzeit. Die Party bis 5 Uhr dauern zu lassen wurde abgelehnt. Zivilpolizisten auf dem Gelände kontrollierten, dass dies eingehalten wurde.

7. Alternative Namen zu fudder wie "null761"

Bevor die Wahl des Namens auf fudder fiel, waren auch "Snack" und "null761.de" ernsthaft diskutierte Projektnamen. Es gibt auch Screendesigns mit null761.

8. Ein provokanter Vorschlag als Werbekampagne

Die Agentur Kultwerk machte zur Markteinführung von fudder eine Werbekampagne mit Plakaten und Postkarte. Ein Plakat, das niemals veröffentlicht wurde, zeigt das Freiburger Münster mit dem Slogan: "Abreißen oder renovieren – du bist gefragt"
Wir fanden das zu provokativ, den Abriss des Freiburger Heiligtums zur Diskussion zu stellen.

9. Der DSDS-Skandal, der es auf die BILD-Titelseite schaffte

Die Erzählung eines Teilnehmers von "Deutschland sucht den Superstar"brachte uns auf die Titelseite der BILD.

10. Heng, schon immer Königin des Shitstorms

Hengameh Yaghoobifarah, die schon einen Innenminister zur Weißglut brachte, konnte das damals schon zu ihren Freiburgzeiten.

Meine Meinung: Warum Party-Nationalismus total eklig ist

11. Steve Jobs, der schon immer eine Connection zum fudder-Team hatte

Marc Esslinger zockte schon in seiner Kindheit auf einem Apple II und schlief in Apple-Bettwäsche, während Steve Jobs mit Marcs Dad, Designer Hartmut Esslinger, im Wohnzimmer über Apple-Designs brütete.
Hintergrund: Die Design-Vorfahren des iPhone

12. Ein Toter Fisch am Morgen

Marc Schätzle kam eines morgens in den ersten fudder-Jahren in die Redaktion und es schwamm nur noch ein Fisch im Aquarium. Den anderen suchte er, aber leider hatte wohl jemand vergessen, die Abdeckung zuzumachen. Und so sprang das arme Vieh aus dem Aquarium, hopste unter die Couch und vertrocknete da jämmerlich.

13. Noch ein Toter Fisch

Jahre später wiederholte sich diese Geschichte: Ein Fisch überlebte das Pfingstwochenende 2014 nicht. Marius Buhl und Bernhard Amelung fuhren morgens mit dem Aufzug in die fudder-Räume im ehemaligen BZ-Haus an der Bertoldstraße. Es roch streng, die Aquariumscheiben waren dunkel verfärbt, das Wasser voller Schwebstoffe und Algen. Den toten Fisch entsorgten wir, eingewickelt in eine BZ, in der Abfalltonne des BZ-Hauses. Es war Tamara Kellers erster Tag als Praktikantin bei fudder, die auf einmal im Raum stand. Es hat sie aber nicht davon abgeschreckt, bei fudder und schließlich der BZ zu bleiben.

14. Marc Forster angebettelt

Marc Schätzle erinnert sich, dass er bei einer Verlosung zu Kurt Krömer eine Karte angeboten bekam. Er wollte aber eine zweite haben und hat einen gewissen Mark Ćwiertnia so lange genervt, bis er sie ihm am Abend schließlich genervt übergeben hat. Mark kennt man heute besser als Mark Forster.

15. Als ein Bauzaun Freiburg teilte und fudder es mit dem Mauerfall verglich

Als der riesige Bauzaun in der Innenstadt abgebaut wurde, der Freiburg eine Zeit lang in zwei Hälften geteilt hatte, befragte die fudder-Redaktion die Menschen nach ihren Erinnerungen zum Mauerfall ’89. Die O-Töne wurden dann über die Szenen gelegt, in denen der Freiburger Zaun abgebaut wurde. Das wirkte dann, als ob die Leute sehr emotional Abschied nähmen von diesem Zaun. Bananen hat die Redaktion auch im Freiburger Osten verteilt.

16. Ein denkwürdiger Besuch

David Weigend erinnert sich an eines seiner größten fudder-Aha-Erlebnisse: der Redaktionsbesuch von "Mister Gewaltmusik" Klaus Miehling. Nachdem Anselm Müllers Interview "Achtung, Gewaltmusik!" bei uns erschienen war, vermutete er, Miehling sei ein kompletter Freak. Das dachte er auch während der ersten 20 Minuten, in denen Miehling schüchtern auf dem roten Redaktionssofa saß. Wir hatten ein Gespräch vereinbart zum Thema "Sollten Fasnethits untersagt werden?" Doch mit der Zeit taute der sensible Dr. M richtig auf, erzählte, dass er als Kind gern Mainzer Narrensitzungen im ZDF geschaut hätte, nahm Karnevalssongs wie "Dicke Mädchen haben schöne Namen" und "Ich hab’ drei Haare auf der Brust..." mit dem Skalpell des klassisch gebildeten Musiklehrers auseinander. Bei all der Perfidität seiner Ansichten fand er: Auf seine Art ist der Typ auch irgendwie Rock’n’Roll.

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