Zu Besuch bei den U-15 Juniorinnen des SC Freiburgs

Sabrina Kreutzer

Poldi, Schweini, Klose: Fußballstars sind alle männlich. Und doch interessieren sich immer mehr Mädchen für jenen Ballsport - so auch in Freiburg. Sabrina hat die U-15 Juniorinnen des SC Freiburgs beim Training besucht.



Die U-15 Juniorinnen des SC Freiburgs trainieren zweimal pro Woche im Schönbergstadion. Einige der Mädchen müssen dazu über eine Stunde Anfahrt in Kauf nehmen. Jedes Wochenende findet ein Spiel statt, regelmäßig gibt es Trainingslager und Lehrgänge. Mit zwölf Siegen aus zwölf Spielen und einem Torverhältnis von 73:7 sind die Juniorinnen Tabellenführer der Verbandsliga der B-Juniorinnen.


Die Frage, wie man als Mädchen eigentlich zum SC kommt, ist schnell beantwortet. Der Trainer Luz Riemenschnitter sucht zusammen mit seinem Co-Trainer regelmäßig kleinere Vereine auf, um dort nach Nachwuchstalenten Ausschau zu halten. Potenzielle SC-Spielerinnen werden dann zu einem Probetraining eingeladen, das wie ein normales Training abläuft. Danach wird entschieden, ob das Mädchen ins Team aufgenommen wird oder nicht.

Die Kapitänin Deborah Schaudt (14) träumt davon, eines Tages in der Nationalelf zu spielen. Sie weiß aber auch, dass bis dahin noch ein langer Weg vor ihr liegt, der viele Opfer und viel Disziplin fordern wird. Der Zeitaufwand, der von den Mädchen für ihr Hobby aufgebracht wird, ist enorm. Viele der SC-Mädels besuchen ein Gymnasium und müssen manchmal direkt nach der Schule zum Training fahren.

In ihren schulischen Leistungen würde sich das aber nicht widerspiegeln, sagen die jungen Spielerinnen. "Sie haben gelernt, sich ihre Zeit sinvoll und gewissenhaft einzuteilen", sagt Trainer Luz Riemenschnitter. "Nach dem Training ist noch genug Zeit zum Lernen." Für Freunde und andere Hobbys bleibt da natürlich nur noch bedingt Zeit. Aber für die Spielerinnen selbst ist das kein Problem: "Man weiß ja, wofür man das tut", sagt Deborah, die vielleicht 2019 die Damen-WM gewinnt.

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  [Foto: Sabrina Kreutz]