Wo rockt's? Walls of Jericho im Crash

David Weigend

Candace Kucsulain, Sängerin der US-Hardcoreband Walls of Jericho, hat zwar auch eine angenehm unkitschige Stimme für Balladen. Dass sie sanft singt, ist jedoch die Ausnahme. Meist kann man sie kaum von einem Grizzly unterscheiden, der gerade in einen Wespenstaat getreten ist.



Emanzipation im Jahre 2009: Fußballer werden von einer Frau trainiert (Sissy Raith beim TSV Eching) und eine Knüpplercombo lässt sich von einer Dame führen. Wobei Frontfrauen im Hartwurstbereich ja seit Warlock und Arch Enemy beileibe nichts neues mehr sind.


Allein: Candace Kucsulain macht schon einen unerhört fuchsigen Eindruck, wie sie da ins Mikro brüllt: "Fuck the American Dream!" Passenderweise stammt die Band aus Detroit, von dort aus startete man 1998 eine Karriere, in der die Jerichoaner Songs wie "Unwanted Resistance" und "Another Day, Another Idiot" zusammendroschen. Ob das Ganze jetzt unter der Frustabzugshaube "Hardcore" oder "Metalcore" abdampft, wen interessiert's, es knallt und groovt auf jeden Fall gewaltig. Und darum geht's ja.

Mehr dazu:

Walls of Jericho: Web & MySpace

Was: Walls of Jericho, Support von The Red Chord (Boston) und Lower Hell (Oberkirch)
Wann: Dienstag, 21. Juli 2009, 20 Uhr (Beginn um 20.45 Uhr)
Wo: Crash, Schnewlinstr. 7
Eintritt: 12 € (VVK), 15 € (AK)