"Wir ertränken dich im Bächle!" Rapper Malik erteilt Fler Freiburg-Verbot

Daniel Laufer

Ausländer wie Farid Bang sollten den Deutschen dankbarer sein, findet Fler. Jedenfalls fordert er das in einem offenen Brief. Jetzt hat sich der Freiburger Malik in den Streit eingemischt und macht eine Ansage:



Der Freiburger Rapper Malik schießt jetzt gegen Fler. Am Donnerstagmittag hat er ein Video auf YouTube gestellt. "Du hast Freiburg-Verbot. Sollten wir dich hier zu Gesicht bekommen, ertränken wir dich im Bächle oder füttern dir so lange Alnatura-Biokost, bis du platzt", wettert Malik. "Streich' einfach die Postleitzahl 79 von deiner Reichslandkarte!"


Anlass ist ein offener Brief, den Fler am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht hat, adressiert an den marokkanischstämmigen Rapper Farid Bang. "Deutschland meint es gut mit Leuten wie dir und deswegen lassen wir auch noch mehr Asylanten in unser Land", schreibt Fler, fügt dann hinzu: "Ich finde, ein bisschen mehr Dankbarkeit könnte man erwarten."

Schon seit einiger Zeit bekämpfen Fler und Farid Bang einander im Internet. Seit Alben mit Titeln wie "Neue Deutsche Welle" und "Fremd im eigenen Land" rücken Kritiker Fler immer wieder in die rechte Ecke, der wiederum verklagte erst im Frühjahr die NPD, nachdem sie mit Auszügen aus seinem Track "Heimatliebe" warb.

"Wie ich deinem Statement entnommen habe, bist du ja gerne ein Gastgeber", sagt nun also Malik in seinem Video. Er selbst wurde in Afghanistan geboren. Er äußert eine Bitte: "Könntest du mich mal zum Essen einladen? Aber bitte ohne Haram-Fleisch, nur Helal bitte. Ich weiß: hier leben und dann noch Ansprüche stellen, geht gar nicht - aber was soll ich machen? Wir lassen auch garantiert die Nazikeule weg, Hähnchenkeule schmeckt eh viel besser."

Statt zu kontern, lädt Fler Malik wohl tatsächlich zum Essen ein. Jedenfalls postete er diesen Kommentar unter das Video:



Kurios: Erst im Oktober hat Malik den Rapper und DJ Harris aka Binichnich zu seiner Partyreihe "Freiburg brennt" in die Stadt geholt. Dieser musste für seinen Track "Nur ein Augenblick" selbst  Kritik einstecken: Er hatte darin Einwanderer aufgefordert, sich besser zu integrieren.



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[Foto: dpa, Screenshot]