Wilko, mach et joot!

Joe Beckert

Wilko Grüning zieht nach Köln. So verlässt eines der größten Skateboard-Talente Süddeutschlands seine Heimat. Eine Hommage in bewegten Bildern.

Die vergangenen 18 Jahre lebte Wilko in Harpolingen bei Bad Säckingen an der Schweizer Grenze. Seine Liebe zum Skateboarden brachte ihn vor vier Jahren auf das Cover des berühmten Limited Skateboard Magazins.


Danach wurde es ruhiger um ihn. Hier und da war er noch auf einem Bild zu sehen, manchmal erschien sein Name auf der Ergebnisliste eines Wettbewerbs, aber nur selten auf den oberen Rängen. Doch seit letztem Sommer ist Wilko zurück.

Er hat nichts anderes als Skateboarden im Kopf. Sein Part auf dem Freiburger Lokalvideo Flick Flock brachte ihm Anfang 2006 internationalen Respekt ein. Wilko kehrte ins Bewusstsein vieler Leute zurück, die ihn vergessen hatten. Plötzlich bekam er wieder mehr Aufmerksamkeit in Magazinen, auch Sponsoren meldeten sich. In den vergangenen Monaten war Wilko in jedem Skaterheft zu sehen.

Das wird sich so schnell wohl nicht ändern. Anfang 2007 wird sein Interview im Monster Skateboard Magazin erscheinen, dem ältesten und größten Skatermagazin Deutschlands. Nachdem Wilko diesen Sommer die Schule beendet hatte, entschloss er sich, alles auf eine Karte zu setzen und nach Köln zu ziehen. Köln, die deutsche Skateboardhauptstadt.

Der Sprung ins kalte Wasser. Weg von Zuhause, rein in eine fremde Wohngemeinschaft, raus aus seiner Siebenhundertseelengemeinde, rein in die Großstadt. Dort ist er näher an den Sponsoren und Magazinen. Neue Menschen, neues Umfeld, neue Probleme und neue Chancen. Er wird nicht nur Skateboardfahren, sondern die nächsten neun Monate auch Zivildienst leisten.

Wilkos Freunde aus dem Süden wünschen ihm viel Glück.

Hier seht ihr noch ein paar Skate-Sequenzen (einfach auf ein Bild klicken und Wilko rollt los):